Weltweit zum ersten Mal: Impfstoff gegen Gebärmutterkrebs in USA genehmigt

Serum Gardasil schützt gegen Papilloma-Virus Pro Jahr bisher ungefähr 233.000 Todesfälle

Weltweit zum ersten Mal: Impfstoff gegen Gebärmutterkrebs in USA genehmigt

In den USA wird der weltweit erste Impfstoff gegen Gebärmutterkrebs auf den Markt kommen. Wie die Arzneimittelbehörde FDA am Donnerstag in Washington mitteilte, schützt das Serum Gardasil des Merck-Konzerns gegen den Humanen Papilloma-Virus (HPV), der für 70 Prozent der Fälle von Gebärmutterkrebs verantwortlich ist. Der Virus erzeugt Warzen im Genitalbereich, aus denen Krebs entstehen kann. Der Impfstoff ist den Angaben zufolge für Mädchen und Frauen im Alter zwischen neun und 26 Jahren vorgesehen.

Der US-Konzern GlaxoSmithKline hatte seinerseits am Wochenende bekannt gegeben, ein Serum gegen die HPV-Viren erfolgreich getestet zu haben. Dieser Impfstoff mit dem Namen Cervarix wurde jedoch noch nicht zur Genehmigung bei der FDA angemeldet.

Gebärmutterkrebs ist die zweithäufigste Form des Krebses bei Frauen. Weltweit werden pro Jahr schätzungsweise 470.000 neue Fälle und 233.000 Todesfälle registriert. Die HPV-Infektion ist eine der häufigsten durch Geschlechtsverkehr übertragenen Krankheiten, bleibt jedoch häufig unbemerkt. Kondome bieten davor einen gewissen, jedoch keinen absoluten Schutz. (apa/red)