Weltuntergang von

Darf's ein Luxusbunker sein?

Nobel geht die Welt in einem Ex-Raketensilo zugrunde. Mit Konserven als Freunde.

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    Die Idee, einen Ex-Raketensilo in einen Luxusbunker umzufunktionieren stammt von diesem Mann: "Mitglieder können ein Stückchen Geschichte sein Eigen nennen, und genießen alle Vorteile eines Militärstützpunktes, den Schutz nuclearresistenten Stahls, und den Comfort einer luxuriösen Wohnung", so Projektleiter Larry Hall.

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    Die Silos sind mit drei Meter dicken Betonmauern ausgerüstet, garantiert bomben- und erdbebenfest, dafür stockdunkel.

Exakt siebzig Herrschaften der noblen Gesellschaft sind ab dem Tag des jüngsten Gerichts bereits auf fünf Jahre verplant. Diese Zeit wird in einem der Luxus-Wohneinheiten in einem ehemaligen Raketensilo in Kansas, USA, verbracht. 53 Meter unter der Erde, mit künstlichem Licht, Pool, vielen Ärzten und natürlich haufenweise Konserven.

Irgendwie müssen doch Überbleibsel des Kalten Kriegs zu verwerten sein, dachte sich Ingenieur Larry Hall. Und legte sich vor Jahren ein alten Silo in Kansas zu, um es für viel Kohle umbauen zu lassen. Dumme gibt's immer und so sind bereits vier von sieben der luxuriösen Wohnungseinheiten unter der Erde an die High Society verkauft.

Kein Tageslicht, dafür Pool und Ärzte
Die "Bunker für den Tag des Jüngsten Gerichts" ("Doomsday Shelter") versprechen paranoiden Käufern all jenen Luxus, den ein Loch in der Erde hergeben kann: Wenn man die letzten fünf Jahre seines Lebens schon auf Tageslicht und menschliche Gesellschaft verzichten muss, dann schon mit einem Pool, einem Spa, Schule, Bibliothek, Kino und einer ganzen Ärzteriege. Hauptsache, man ist in der Zeit vor Pandemien, Terrorangriffen und Sonnenstürmen rundum geschützt.

Tödliche Schutzmechanismen
NEWS.AT hat bei Larry Hall nachgefragt, wie andere (nicht zahlende) Überlebende im Falle einer Katastrophe, vom Silo abgehalten werden können: "Die Anlage ist mit einem Schutzmechanismus auf Militärniveau ausgerüstet, mit tödlichen und nicht tödlichen Systemen. Unvorbereitete Menschen, die unser Essen stehlen möchten, müssen davon abgehalten werden, sonst werden wir sterben." Auch Hall hat sich im 12 Millionen Dollar teueren Bunker bereits einen Zweitsitz für seine Familie eingerichtet. Seine Frau ist ebenfalls von dem Projekt überzeugt. Hall: "Sie hat andere Bedenken als ich- sie macht sich Sorgen um Nahrungsmangel und die daraus resultierenden Bürgerunruhen."

Wer zwei Millionen Dollar (rund 1,52 Mio. Euro) für sein zukünftiges Prunkgrab auf Raten locker machen will, schreibt ein E-Mail an info@survivalcondo.com.