Weltrekord-Tag in Wien: Actionreiche
Ideen hielten das Publikum in Atem

Salzburger hielt Seil eines Bungee-Jumpers in Händen Plus: Wiener machte eine Stunde lang Liegestütze

Weltrekord-Tag in Wien: Actionreiche
Ideen hielten das Publikum in Atem © Bild: APA

So manch ein Zuschauer ist beim dritten Weltrekordtag im Wiener Prater in Staunen versetzt worden: Ein Bungee-Jumper wurde von einem einzigen Mann am Seil gehalten, ein Wiener machte eine Stunde lang Liegestütze und 15 Cheerleader zwängten sich in einen Smart. Bei einigen Rekordversuchen auf der "Vienna Recordia 2008" war die aktive Unterstützung des Publikums gefragt.

Highlight des Tages war der Salzburger Franz Müller. Er schaffte es, mit bloßen Händen das Seil eines 95 Kilogramm schweren Bungee-Springers zu halten. Spannend war der Versuch vor allem deswegen, weil der "Strongest man alive" noch nie zuvor einen Menschen am Seil gehalten hatte, da er mit Wasserfässern für den großen Tag trainiert hatte. Zur Ruhe setzten wird er sich aber nicht, für die "Vienna Recordia 2009" hat er bereits Pläne: Er will das Riesenrad mit der Hand ankurbeln.

Einen Eintrag in das "Guinness World Records"-Buch gelang auch dem 16 Jahre alten Tiroler Florian Zoller. Der junge Bursche stellte sich der Herausforderung, mindestens 150 Aufschläge eines Tennisballs auf dem Schlägergriff in der Minute zu schaffen. Beim zweiten Versuch und 185 Ballberührungen klappte es schließlich.

"Gratuliere Weltrekord" hieß es auch für den Deutschen Gregor Fabry der Gitarre spielend sieben Back-Flips in einer Minute schaffte, für den Bosnier Muhamed Kahrimanovic, der in einer Minute 65 Bierdosen mit der Handkante zerschlug, für den Wiener Michael Krappel, der mit 120 Personen das größte Beatbox-Ensemble der Welt auf die Beine stellte sowie für 15 Cheerleader der Vienna Vickings, die sich in einen Smart zwängten. Willi Maier aus dem burgenländischen Oberpullendorf gelang ein neuer Rekord im Nageleinschlagen: Er versenkte in einer Minute 22 Stück, verlangt waren elf. Nachzulesen sind die heute gelungenen Leistungen von heute in der nächsten Ausgabe des "Guiness World Records"-Buch.

Begeistert war das Publikum auch vom längsten Wiener Schnitzel der Welt, das eine Länge von 9,55 Meter erreichte. Denn dieses wurde anschließend gratis um Essen verteilt. Dank 443 eifriger Ratefüchse aus dem Publikum gelang auch "das größte Kreuzworträtseln der Welt". Nicht an mangelnden Zustrom scheiterte die "Größte Eis schleckende Kinderkette der Welt": Die Reihe war laut Guinness-Juror immer wieder unterbrochen beziehungsweise schleckten die Kinder am eigenen Eis und nicht an jenem des Nachbarn, wie es eigentlich verlangt war. Ganz in die Hosen ging der "größte Stiletto-Lauf der Welt": Erhofft wurden 266 Damen (oder Herren), eingefunden haben sich magere zehn.

Obwohl sie es nicht geschafft haben, können Wolfgang Staudinger und Harald Hel Stolz auf ihre Leistung sein. Der Wiener Staudinger wollte in einer Stunde mehr als 3.416 Liegestütz schaffen, doch bei Nummer 3.170 war die Zeit leider um. Aufgeben will er nicht, nächstes Jahr startet er einen weiteren Versuch. Aus gesundheitlichen Gründen brach der oberösterreichische Extremsportler Harald Hel seinen Rekordversuch ab. Er wollte in 24 Stunden mit einem Tretroller von Passau nach Wien fahren, eine Strecke von mehr als 300 Kilometer. Nach knapp sieben Stunden und 130 gefahrenen Kilometern hatte er plötzlich Magen- und Kopfschmerzen. "Ich wollte lieber nichts riskieren und habe die Fahrt abgebrochen", meinte er.

(apa/red)