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Weltraumspaziergang unter
Wasser: ESA testet Raumanzug

In einem speziellen Pool in Marseille wurde der Spacewalk simuliert

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    Weltraumspaziergang unter Wasser

    In einem Swimmingpool in Marseille hat die ESA einen Spaziergang im Weltraum simuliert.

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    Weltraumspaziergang unter Wasser

    Der schwere Raumanzug wird zur Tauchschule gebracht.

Normalerweise fliegen Astronauten ins All und erkunden den Weltraum von Raumstationen aus. In Marseille wurde nun ein Weltraumanzug für die ESA (European Space Agency) in einem Swimmingpool getestet.

Unter Wasser finden die All-Helden nahezu die gleichen Bedingungen wie im Weltraum vor, inklusive einem Gefühl von Schwerelosigkeit. Und genau deshalb wurde der Weltraumanzug "Gandolfi" der französischen Firma Comex in einem speziellen Pool der nationalen Tauschschule in Marseille getestet.

Durchgeführt hat das Projekt die Firma Comex in Kooperation mit der europäischen Raumfahrtbehörde (ESA) und der Apollo 11 "Under the Sea"-Crew.

Training für Außenbordeinsätze

Das Training im Swimmingpool ist für Astronauten durchaus üblich. Bereits 2013 haben die ESA-Astronauten Thomas Pesquet und Andreas Mogensen im "Neutral Buoyancy Laboratory" der NASA in Houston für ihre Zeit auf der ISS unter Wasser geübt und im Pool Außenbordeinsätze simuliert.

Der Spezial-Pool in Houston ist das größte Innenbecken der Welt und fasst mehr als 23 Millionen Liter Wasser, wie die ESA mitteilte. Unter Wasser sind Teile einer Weltraumstation angebracht, für eine komplette Nachbildung der Station reicht der Platz dann doch nicht aus. Außerdem stehen den Astronauten während des Trainings auch Hilfstaucher zur Seite. Ein durchschnittliches Training im Raumanzug kann laut ESA bis zu sechs Stunden dauern.

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