Weltmeister-Rennpferd in den USA geklont:
Genetische Kopie wird zur Zucht eingesetzt

Kopie "Clayton" übertrifft bisher alle Erwartungen Rennen aufgrund von Verletzungsgefahr nicht geplant

Eine US-Spezialfirma hat erfolgreich ein Rennpferd geklont. Besitzerin Charmayne James gab in Austin bekannt, dass ein von ihrem Barrel-Racing-Weltmeisterpferd "Scamper" geklontes Fohlen am 8. August auf die Welt gekommen sei. Das Ergebnis, "Clayton", habe ihre Erwartungen übertroffen: Die genetische Kopie schnaube sogar genauso wie das Original, wenn man es an einer bestimmten Stelle hinter dem Ohr berühre.

James wurde mit "Scamper" von 1984 bis 1993 zehn Mal Weltmeisterin im Barrel Racing - einem Rennen um drei Fässer auf einem kleeblattförmigen Kurs. Sie wurde mit dem Pferd das erste "Million Dollar Cowgirl" und Rekordhalterin für Geldgewinne beim Barrel Racing. James' Mann und Manager Tony Garritano betonte die Ausnahmestellung von "Scamper": "Er hat zehn Mal hintereinander gewonnen. Nicht einmal Michael Jordan hat das gemacht. Auch nicht Tiger Woods. Das gibt einem eine Vorstellung davon, wie einzigartig und großartig dieses Pferd war."

James will die genetische Kopie für die Zucht einsetzen. Rennen seien nicht geplant, weil das Pferd zu wertvoll sei, es einer Verletzungsgefahr auszusetzen. "Clayton" wurde von der Firma ViaGen in Austin für 150.000 Dollar (117.000 Euro) geklont. Von "Scamper" genommenes genetisches Material wurde auf ein Spenderei übertragen, von dem zuvor alle eigenen genetischen Informationen entfernt wurden. Ein Embryo wurde in einem Brutapparat herangezogen und später einer Stute zum austragen eingesetzt. Die Prozedur war im fünften Versuch erfolgreich, hieß es.

Der Verband der professionellen Rodeo-Cowboys (PRCA) hat keine Beschränkungen für den Einsatz geklonter Pferde in Wettbewerben. Die American Quarter Horse Association registriert dagegen Klonpferde und ihre Nachkommen nicht für Wettbewerbe.

(apa/red)