Weltfußball von

Weltfußballer-Wahl: Neymar
stimmte für Messi & Ronaldo

Brasiliens Kapitän gab seinem Barca-Kollegen die Höchstzahl, ehrte aber auch CR7

Neymar und Cristiano © Bild: GERARD JULIEN/AFP/Getty Images

Noch wenige Wochen, bis bei der Wahl in Zürich der neue Weltfußballer gekürt wird. Im Dreikampf zwischen Lionel Messi, Cristiano Ronaldo und Manuel Neuer haben viele ihren persönlichen Favoriten. Andere zählen zu den Glücklichen, die auch wirklich abstimmen dürfen. So wie Neymar, Kapitän der brasilianischen Nationalmannschaft. Auf wen seine Wahl fiel, verriet er nun "GloboTV".

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Als einer von etwa 550 Trainern, Kapitänen der Nationalteams und ausgewählten Journalisten durfte Neymar an der Weltfußballer-Wahl, die am 12. Jänner bei der großen Gala veröffentlicht wird, mitstimmen. Seine Entscheidung fiel durchaus überraschend aus.

Drei Punkte für Lionel Messi klingt logisch, spielt "La Pulga" beim FC Barcelona doch Seite an Seite mit Neymar. Doch direkt auf Platz zwei und damit zwei Zähler bekam Cristiano Ronaldo, Messis ewiger Konkurrent. Die Begründung ist simpel: Ronaldo habe es sich wegen dessen großartiger Saison mit Real Madrid verdient.

Neymar pfeift auf alte Rivalitäten

Der brasilianische Stürmer hegt also keinen Groll gegenüber dem Erzrivalen Barcas genausowenig wie gegenüber dem Erzrivalen Brasiliens. Schließlich steht mit Javier Mascherano ein weiterer Argentinier unter den Top-3 Neymars.

Ein wenig nachtragend könnten Neymar aber zumindest deutsche Fans finden, gingen ihre Nominierten doch allesamt leer aus. Nach dem 1:7-Debakel bei der WM aber irgendwo auch verständlich.

Javier Zanetti will seinen Nachfolger

"ich hoffe, dass Lionel Messi gewinnt", erzählt Javier Zanetti, 145-facher Teamspieler Argentiniens "fifa.com". "Er hört einfach nicht auf, die Leute zu überraschen. Er ist jederzeit dazu in der Lage, mit seinen Fähigkeiten zu improvisieren und Spiel entscheidende Dinge zu machen." Für Zanetti gibt es keine zwei Meinungen: "Er ist einfach der beste Spieler der Welt."

Neben der Lobeshymne bricht der langjährige Verteidiger aber auch eine Lanze für einen Defensivspieler. "Die Mittelfeldspieler und jene, die weiter vorne Spielen, entscheiden Partien, Von dem her hätte jedoch auch Philipp Lahm eine größere Würdigung verdient."

Juan Monaco spricht sich gegen Messi aus

Dass sich aber nicht gleich jeder Argentinier automatisch für Lionel Messi ausspricht, beweist Tennis-Profi Juan Monaco. Der leidenschaftliche Fußballer hat einen klaren Favoriten: Manuel Neuer!

"Die Position eines Torhüters wird nicht oft anerkannt, und auch wenn es Messi oder Cristiano verdient hätten, da sie immer auf höchstem Niveau spielen, sollte es meiner Ansicht nach dieses Mal ein Deutscher sein. Neuer hat nicht nur die WM, sondern auch mit seinem Verein fast alles gewonnen", erläutert die aktuelle Nummer 62 der Tennis-Welt.

Gigi Buffon glaubt nicht an Manuel Neuer

Die Nominierung Manuel Neuer hat für große Aufregung im Netz gesorgt. Während die einen den "Ballon d'Or" für den Weltmeister fordern, glauben andere nicht an die Chancen Neuers.

Italiens Teamtorhüter Gianluigi Buffon rechnet nicht mit der Wahl von Manuel Neuer zum Weltfußballer des Jahres. "Damit ein Torhüter diese Auszeichnung bekommt, muss etwas ganz Außergewöhnliches geschehen", sagte der 36-Jährige von Juventus Turin in einem FIFA-Interview. Er erwartet, dass bei der FIFA-Gala am 12. Jänner 2015 in Zürich erneut Cristiano Ronaldo mit dem Ballon d'Or prämiert wird.

Manu Neuer mit Gigi Buffon
© GEPA pictures/ Witters/ Uwe Speck Manu Neuer ist nicht der Favorti von Gianluigi Buffon

"Den Besten auszeichnen!"

"Selbst wenn er die Champions League nicht gewonnen hätte, sollte man den Spieler auszeichnen, der derzeit der Beste ist", erklärte Buffon. Für einen Torhüter wie Neuer sei es "nicht einfach nur schwierig, sondern letztendlich sind es historische Momente und Situationen, die über solche Preise entscheiden".

Als bisher einziger Schlussmann hatte 1963 der Russe Lew Jaschin die Trophäe als Europas Fußballer des Jahres entgegengenommen. Bei der Wahl zum Weltfußballer war der Deutsche Oliver Kahn 2002 Zweiter geworden.

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