Weltcupfinale Schladming von

Noch 7 von 12 Kugeln zu vergeben

Herren kämpfen noch um fünf Trophäen. Bei den Damen noch zwei Entscheidungen.

Weltcupfinale Schladming - Noch 7 von 12 Kugeln zu vergeben © Bild: GEPA/Reichart

Schladming erwartet das spannendste Finish im alpinen Skiweltcup seit Jahren. Während bei den Damen noch die Kristallkugeln im Super-G und dem Riesentorlauf auf ihre Besitzerinnen warten, kämpfen die Herren noch um fünf Trophäen. Einzig die Kombinations-Wertung ist entschieden: Ivica Kostelic war dort nicht zu schlagen.

Der Salzburger Marcel Hirscher hat die Chance auf den Gesamtsieg und die Wertungen in Riesentorlauf und Slalom, der Steirer Klaus Kröll auf die Abfahrts-Kugel. Favorit im Super-G ist der Norweger Aksel Lund Svindal. Der Kroate Ivica Kostelic hat sich bereits die Kombinations-Wertung gesichert.

Bei den Damen entschied die Salzburgerin Marlies Schild die Slalomwertung für sich. Lindsey Vonn aus den USA steht bereits zum vierten Mal als Gesamtsiegerin sowie Gewinnern in der Abfahrt und der Super-Kombination fest, sie kann ihre Sammlung noch um die Super-G-Kugel erweitern. Im Riesentorlauf wird wohl kein Weg an der Deutschen Viktoria Rebensburg vorbeiführen.

Die Ausgangslagen vor dem Finale bei den Herren
Gesamtweltcup: 400 Punkte sind noch zu holen und sechs Läufer haben somit noch die theoretische Chance auf den großen Coup.
Realistisch betrachtet werden sich aber wohl der Schweizer Beat Feuz
(1.250) und der Salzburger Marcel Hirscher (1.195) den Gesamtsieg
untereinander ausmachen. Der kroatische Titelverteidiger Ivica Kostelic (1.064) hat noch keine Entscheidung gefällt, ob er mehr als den Slalom bestreiten wird. Dahinter liegen Aksel Lund Svindal (NOR/1.031), Didier Cuche (SUI/953) und Klaus Kröll (AUT/873). Hirscher muss auf einen Fehler von Feuz in den schnellen Disziplinen hoffen, um in den technischen Bewerben die fehlenden Punkte noch wettmachen zu können.

Abfahrt: Der Steirer Kröll startet aus der Pole-Position in die
Abfahrt auf der Planai. Der zweifache Saisonsieger hat 569 Punkte auf
dem Konto, Herausforderer sind die Schweizer Cuche (521), der drei
Rennen für sich entschied, und Feuz (51), der zweimal ganz oben stand. Cuche ist Titelverteidiger, er möchte sich mit dem fünften Abfahrts-Kristall in die Pension verabschieden.

Super-G: Alles offen ist auch noch im Super-G. Svindal liegt mit
413 Zählern 42 Punkte vor Cuche und 45 vor dessen Landsmann Feuz. In sieben Rennen der Saison hat es sieben verschiedene Sieger gegeben, darunter auch die Österreicher Benjamin Raich und Kröll, der sich seinen ersten Platz in Kvitfjell allerdings mit Feuz teilte, der solo auch im Grödnertal zuschlug.

Riesentorlauf: Marcel Hirscher hat es in Kranjska Gora knapp
verpasst, die Riesentorlauf-Kugel ins rot-weiß-rote Lager zu holen. Der US-Amerikaner Ted Ligety liegt vor dem Saison-Finale allerdings 92 Punkte zurück. Das heißt, bei einem Ligety-Sieg in Schladming müsste Hirscher ohne Punkte bleiben, um Platz eins noch zu verlieren. An Saisonsiegen steht es drei zu drei, der 23-jährige Hirscher war allerdings öfters auf dem Podest.

Slalom: Kostelic geht mit dem Vorsprung von 50 Punkten auf
Hirscher und 66 auf den Schweden Andre Myhrer in das letzte Saisonrennen am Sonntag. Titelverteidiger Kostelic konnte aus dem
Ausfall von Hirscher in Kranjska Gora nicht genug Kapital schlagen, dafür mischte sich Myhrer ein. Hirscher hat zwar fünf Saisonrennen gewonnen, fiel allerdings auch zweimal aus und wurde zweimal disqualifiziert. Kostelic punktete hingegen neben drei Siegen fleißig.

Die Ausgangslagen vor dem Finale bei den Damen
Super-G: Mit vier Siegen in sechs Rennen ist Vonn fast am Ziel.
94 Punkte liegt sie von Fenninger, die in Schladming ihren zweiten Platz gegen die US-Amerikanerin Julia Mancuso verteidigen muss (18 Punkte hinter der Salzburgerin).

Riesentorlauf: 95 Punkte für die in Hochform fahrende Deutsche
Viktoria Rebensburg auf Vonn sollten reichen, um die Kugel erfolgreich zu verteidigen. Rebensburg landete in diesem Winter sechsmal auf dem Podest, davon dreimal auf oberster Stufe. Lienz-Siegerin Anna Fenninger und Elisabeth Görgl verabschiedeten sich bereits bei den Bewerben in Ofterschwang aus dem Rennen um den Disziplinensieg.