Weltcupfinale Schladming von

Die Piste rinnt davon

Wegen Dauerregen zu weich. Morgen sollen Herren und Damen aber trainieren.

Weltcupfinale Schladming - Die Piste rinnt davon © Bild: GEPA/Simonlehner

Schneefall und Regen im oberen Streckenbereich sowie extrem weiche Pistenverhältnisse im unteren haben heute das erste Kennenlernen der alpinen Ski-Damen mit der WM-Piste in Schladming verhindert. Das erste Abfahrtstraining beim Weltcup-Finale auf der Planai wurde zur Pistenschonung abgesagt, das rot-weiß-rote Trio Elisabeth Görgl, Anna Fenninger und Andrea Fischbacher nützte den freien Tag auch für eine kleine Zielraumbegehung.

"Im oberen Bereich haben wir wirklich winterliche Verhältnisse und fünf bis zehn Zentimeter Neuschnee. Bis zur Hälfte ist es kompakt, dann wird es kontinuierlich sulziger, speziell in der Traverse. Im unteren Bereich wäre es unmöglich gewesen zu fahren", sagte Damen-Rennleiter Manfred Steiner. Man hätte riskiert, die Piste kaputt zu machen.

Die Damenpiste war am Montag gesperrt, gearbeitet wurde nur an den Netzen, durch den starken Wind waren in der Nacht teilweise Stangen zu Bruch gegangen. "Am Dienstag wird es noch leichten Niederschlag und Wind geben, für die Trainings sollte das aber keine Gefahr bedeuten. Wir sind noch nicht nervös", meinte Steiner, der aber auch auf kältere Temperaturen in der Nacht hoffte.

Die Trainings für Dienstag sind um 9:30 Uhr (Damen) und 11:00 (Herren) angesetzt, allerdings könnte es bei der Mannschaftsführersitzung am (heutigen) Abend noch eine Änderung geben.

Kaiserwetter für die Fans
Die rund 30.000 Fans erwartet jedenfalls traumhaftes Wetter von Mittwoch bis Sonntag. Das Hochdruckgebiet aus dem Westen sorgt allerdings nicht nur für hervorragende Sicht und frühlingshafte Temperaturen, sondern auch für weiche Pisten, so Hannes Rieder von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).

Es wird besser
Heute wird der ungemütlichste Tag bleiben, versicherte Rieder. Schon am Dienstag steigen die Temperaturen. Am Vormittag sollen noch Restwolken die Lage etwas beeinträchtigen, aber ab Mittag erwartet die Läufer weitgehend freie Sicht beim Training. Mit Niederschlag sei schon am Dienstag nicht mehr zu rechnen und auch die restliche Woche wird weder Neuschnee noch Regen bringen. Dafür sorge das stabile Hochdruckgebiet, das momentan hereinziehe, meinte der Experte.

Während die Sonne vor allem die Zuschauer freuen wird, werden die ansteigenden Temperaturen wohl den Pistenverantwortlichen etwas Schwierigkeiten machen. Zwar könne der Schnee auch im Tal praktisch nicht unter den Skiern wegschmelzen, aber die Piste werde im Laufe des Tages sehr weich, sagte Rieder. Das Quecksilber steigt ab Mittwoch dann tagsüber sogar im Startbereich auf rund 1.700 Meter Seehöhe bis in den Bereich der Plusgrade.

16 Grad am Wochenende
Freitag und Samstag dürften die schönsten und wärmsten Tage mit bis zu 16 Grad Celsius im Tal und sechs Grad Celsius am Berg werden, so Rieder. Ein richtiger "Frühlingsskilauf" sei zu erwarten und Zuschauer könnten "im Bikini anreisen". Weiterer Vorteil der milden Temperaturen seien schneefreie Fahrbahnen. Erst am Sonntag könnten leichte Wolken in höheren Lagen einziehen. Die würden aber die Schönwetterlage kaum beeinträchtigen. Rieder zeigte sich überzeugt, dass rein wettertechnisch alle Bewerbe gefahren werden können.