Weltcup-Sieger Svindal optimistisch:
"Ich War noch nie so gut vorbereitet"

Norweger sieht sich aber nicht als Gejagter

Aksel Lund Svindal geht als Gesamt-Weltcup-Sieger in den Winter 2007/08. Als Gejagter sieht sich der Norweger deswegen aber nicht. "Alle beginnen mit null Punkten. Wir sind weder Gejagte noch Jäger." Dennoch dürfen sich die Fans des Modellathleten auch heuer auf Erfolge freuen, denn der 24-Jährige erklärte: "Ich war noch nie so gut vorbereitet wie heuer."

Bereits in Sölden führt Svindal die Liste der Topfavoriten an. Denn die Zahlen sprechen eindeutig für ihn: Svindal hat vergangene Saison den Riesentorlauf-Weltcup gewonnen und bei der WM in Aare Riesentorlauf-Gold erobert. Klare Ziele definiert Svindal aber auch heuer nicht, weder für Sölden noch für den Gesamt-Weltcup. "Es ist ganz einfach: Ich möchte schnell sein und um den Sieg mitfahren können. Dann sehen wir, was unterm Strich rauskommt."

Im März hatte Svindal unterm Strich im Gesamt-Weltcup 13 Punkte Vorsprung auf den Tiroler Benjamin Raich gehabt. Die gegenseitige Wertschätzung bei den beiden bodenständigen Topfahrern ist nach wie vor ungebrochen. "Ich habe großen Respekt vor Raich. Ich habe ihn schon früher bewundert", erklärte Svindal.

Dass in dieser Saison kein Großereignis auf dem Programm steht, mindert die Motivation Svindals keineswegs. "Für mich war der Sieg im Gesamt-Weltcup der größte Erfolg meiner Karriere. Eine WM oder Olympia sind nur ein paar Rennen, im Weltcup fahren wir 35. Deshalb hatte ich keinerlei Probleme mit der Motivation", so der Doppel-Weltmeister von Aare (RTL, Abfahrt).

Svindal, der sich als "Belohnung" für die große Kristallkugel eine Harley Davidson gegönnt hat, trainierte in der Vorbereitung auch mit den Österreichern. "Da haben wir gesehen, dass er wieder sehr, sehr stark ist", berichtete Herrenchef Toni Giger.

Der Kreis der Favoriten für Sölden ist auf jeden Fall genauso wie die allgemeine Ungewissheit nach dem Sommer sehr groß. Dazu zählen neben Raich und Svindal u.a. das Schweizer "ABC-Trio" Daniel Albrecht, Marc Berthod und Didier Cuche, der Italiener Massimiliano Blardone, die US-Amerikaner Bode Miller und Ted Ligety, der Finne Kalle Palander oder der Kanadier Francois Bourque.

(apa/red)