Weltcup-Finale von

Siegen für Mandl

ÖSV-Damenchef Herbert Mandl beendet Karriere - Maze und Shiffrin um Slalom-Kugel

Herbert Mandl und Michaela Kirchgasser © Bild: GEPA/Grebien

Die alpinen Skidamen beenden mit einem Slalom am Samstag (09.00/11.30 Uhr) und einem Riesentorlauf am Sonntag (10.00/12.30) ihren Weltcup-Winter. Damit geht auch die lange Karriere von Herbert Mandl als Rennsportleiter der ÖSV-Damen zu Ende, der 51-jährige Niederösterreicher übte diese Funktion seit 2002 aus. Noch offen ist in Lenzerheide die Entscheidung um die kleine Kristallkugel für die Torlaufwertung, die Slowenin Tina Maze hat sieben Punkte Vorsprung auf die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin.

Mandl wird neuer Chef der Ski Austria Academy in St. Christoph am Arlberg und damit dem Alpinsport verbunden bleiben, seine Nachfolge im ÖSV ist noch nicht geregelt. "Ich führe diese Woche noch einige Gespräche, die Entscheidung soll bald fallen", sagte Sportdirektor Hans Pum. Es soll ein Österreicher werden, allerdings dem Vernehmen nach nicht zwangsläufig einer, der derzeit im rot-weiß-roten Verband arbeitet. Bekanntlich sind heimische Trainer in vielen Nationalteams engagiert.

Mandl wünscht sich um Abschied noch einmal gute Leistungen von seinen Athletinnen, die Absage der Speed-Rennen in Lenzerheide schmerzte natürlich, zumal sich Anna Fenninger in der Form befand, in Abfahrt und Super-G aufs Stockerl und sogar um den Sieg mitzufahren. Im Riesentorlauf zählt die Salzburgerin nach den Erfolgen auf dem Semmering und zuletzt in Ofterschwang zu den Sieganwärterinnen. Den Gesamtweltcup wird sie mit einem Podestplatz beenden, voraussichtlich als Dritte hinter Maze und der Deutschen Maria Höfl-Riesch.

Noch ein Sieg wäre schön

"Für unsere Läuferinnen geht es jetzt noch darum, sich gute Ausgangspositionen in den Startlisten für die kommende Saison zu schaffen. Und natürlich hätten wir uns für das Finale auch noch vorgenommen, Rennen zu gewinnen. Wir haben ja nicht all zu viel gewonnen. Es wäre schön, wenn das noch gelingen würde", sagte Mandl. Die ÖSV-Damen haben erstmals seit der Saison 2009/2010 keine Kristallkugel gewonnen, in den vergangenen zwei Wintern entschied Marlies Schild jeweils die Slalomwertung für sich.

"Wenn man sich den Slalom anschaut, tut das natürlich weh, wenn man bedenkt, wie stark wir vergangenes Jahr waren. Aber der Ausfall von Marlies hat uns schon geschwächt, und natürlich der Rückfall von Kathrin Zettel. Sie ist anfangs sehr gut gefahren, litt dann leider schon bei der WM unter Substanzverlust. Michaela Kirchgasser hatte zu viele Ausfälle in dieser Saison, sie kann wesentlich mehr. Gott sei Dank ist es ihr bei der WM aufgegangen. Aber übers gesamte Jahr gesehen und wo sie jetzt im Weltcup steht, ist das nicht zufriedenstellend", meinte Mandl über seine Vizeweltmeisterin.

Maze gegen Shiffrin um Kristall

Im Slalomweltcup liegen Zettel und Kirchgasser auf den Plätzen neun und zehn, ganz vorne hat sich das Duell zwischen Maze und Shiffrin zugespitzt. Gesamtweltcupsiegerin Maze geht in ihrer Rekordsaison auf das dritte kleine Kristall nach jenem für die Riesentorlauf- und die Super-G-Wertung los, für Schladming-Goldmedaillengewinnerin Shiffrin, die am Mittwoch ihren 18. Geburtstag gefeiert hat, geht es um die erste Trophäe ihrer noch jungen Laufbahn.

"Noch ist keine Zeit zu feiern, mein Fokus ist auf den Slalom gerichtet", sagte Maze am Donnerstagnachmittag, nachdem sie die kleine Kugel für die Super-G-Wertung in Empfang genommen hatte. "Auf eine gewisse Weise ist der Slalom das wichtigste Rennen der Saison, weil ich diese Kugel wirklich gewinnen will. Und weil es ein großer Kampf werden wird." Die 29-Jährige stand in diesem Winter in zehn Weltcuprennen ganz oben, mit elf ersten Plätzen würde sie an die dritte Stelle der ewigen Bestenlisten nach vor rutschen.

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