Weltcup-Finale von

"Spaß auf den langen Skiern"

Marcel Hirscher greift an. Svindal gratuliert nach Abfahrts-Absage schon zum Gesamtsieg.

Marcel Hirscher beim Weltcupfinale 2013 in Schladming im Super-G © Bild: GEPA pictures/Simonlehner

Die Organisatoren des alpinen Ski-Weltcup-Finales in Lenzerheide hoffen trotz Schlechtwetters auf die Durchführung der beiden Super-G heute. Die Besichtigung des Kurses wurde mit 11.15 Uhr bestätigt, das Herren-Rennen soll um 13.00 Uhr in Szene gehen, jenes der Damen um 14.30 Uhr. Eine Entscheidung darüber fällt um 12.15 Uhr. Marcel Hirscher, will dabei "Spaß auf den langen Ski" haben und geht mit 149 Zählern Vorsprung in das drittletzte Saisonrennen. Verfolger Aksel Lund Svindal gratuliert nach der Abfahrts-Absage schon zum Gesamtsieg: "Ich bin glücklich, dass ich meine erste Abfahrtskugel habe, aber es tut mir leid, dass ich damit die große Chance verloren habe, Big Points für die Gesamtwertung zu machen. Nun ist es vorbei", ist sich der Norweger sicher.

"Vorbei ist noch gar nichts, auch wenn die Chancen so natürlich größer geworden sind, aber die Möglichkeit für Svindal lebt noch", wollte Hirscher keine vorzeitigen Gratulationen entgegennehmen. "Man hat gerade im Sport gesehen, dass es immer wieder kleine Wunder gibt", merkte er an. Svindal indes streckte verbal schon einmal die Hand zum Glückwunsch aus: "Marcel verdient seine zweite große Kugel total, er hatte eine großartige Saison." Er selbst sei mit seinem Winter ebenfalls zufrieden, eroberte Abfahrts-WM-Gold und Kristall in beiden Speed-Disziplinen.

Die Absage der Abfahrt war für Svindal "die absolut richtige Entscheidung". Hirscher freilich hätte sich gewünscht, dass die Entscheidung um den Gesamtweltcup nicht vom Wetter mitbeeinflusst wird. "Klar wäre es mir lieber gewesen, wenn sich alles sportlich regelt. Aber ich war ja auch schon von Absagen betroffen – in Sölden, in Adelboden. Der Unterschied ist eben, dass es nicht zu Beginn der Saison abgesagt wurde, weil da fällt es nicht ganz so auf." In diesem Winter war es die erste Absage eines Rennens.

Zweiter Saison-Super-G für Hirscher
Der Super-G wird für den 24-Jährigen nach Platz 32 in Beaver Creek im Dezember das zweite Rennen dieser Disziplin in diesem Winter. Dass er aufgrund der nun weiter verbesserten Vorzeichen im Kampf um die erfolgreiche Titelverteidigung darauf verzichtet, stand nicht zur Diskussion: "Ich habe nicht darüber nachgedacht, dass ich wieder umdrehe und mir den Super-G zu Hause anschaue. Es ist ja nicht so, dass ich den hier nur wegen des Weltcups fahre. Es geht auch darum, wieder die Speed-Ski auszuprobieren, zu lernen, weitere ein bis zwei Kilometer Erfahrung zu sammeln."

Beim Weltcupfinale vor einem Jahr in Schladming landete Hirscher, der zuletzt auf der Reiteralm trainiert hat, im Super-G sensationell an der dritten Stelle. "Ich will nicht spekulieren, was möglich ist. Gut wäre es natürlich, wenn ich auch auf den langen Skiern ein bisschen Spaß habe. Aber, dass es steil und drehend ist, heißt noch nichts – das hat man auch in Beaver Creek gesehen", gab er zu bedenken.

Hinter dem als Disziplinsieger feststehenden Svindal kämpfen etliche Läufer um die weiteren Podestplätze. Allen voran Matteo Marsaglia (ITA/249), der Kärntner Matthias Mayer (228) und Werner Heel (ITA/224).

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