Weltcup-Dominatorin Götschl ohne Einzel- Gold in Aare: "Es hat sehr, sehr weh getan"

Super G-Bronzemedaille und Team-Gold als Trost Mandl geht von Fortsetzung der Karriere aus

Dass sie in den Einzelbewerben wenigstens noch "Bronze retten" konnte, wie es ihr Trainer Mandl nannte, der selbst großes Mitgefühl für seine Athletin empfand, war für sie aber doch ein Trost. "Ich habe immer gesagt, das ich eine Medaille in Aare will, und das habe ich erreicht", sagte die Steirerin.

Der Mannschaftsbewerb war ihr aber trotzdem sehr wichtig. "Ich fahre gerne, und es geht ja auch um Medaillen." Deshab sei es für sie auch keine Strafe gewesen, in Aare bleiben zu müssen, schließlich wurde sie dann doch noch mit einer Goldmedaille belohnt. "Es macht für mich keinen Unterschied, ob ich hier trainiere oder in Österreich. Die Bedingungen hier sind gut", erklärte die Weltmeisterin von 1997 in Sestriere (Kombination) und 1999 in Vail (Abfahrt) sowie Weltcup-Gesamtsiegerin von 2000.

In Aare hat sie in den vergangenen Tagen Riesentorlauf trainiert und einmal auch die Slalom-Skier angeschnallt. "Um in den Füßen schnell zu bleiben", sagte sie. Möglicherweise wird sie in ihrem Abschiedsjahr auch wieder ein paar Weltcup-Slaloms und Super-Kombinationen bestreiten. "Lasst euch überraschen."

Renate Götschl hat in ihrer Karriere 44 Weltcup-Rennen gewonnen, 23 in der Abfahrt, 16 im Super G, 4 in der Kombination und 1 im Slalom. Einzig ein Erfolg im Riesentorlauf fehlt ihr in der Disziplinen-Statistik.

(apa/red)