Großbrand in Paris von

Weltberühmte Kathedrale
Notre Dame stand in Flammen

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    In der Kathedrale Notre Dame in Paris ist am Montagabend, 15. April 2019. ein verheerendes Feuer ausgebrochen.

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    Eine riesige Rauchsäule hing über der Stadt.

In der Kathedrale Notre-Dame ist gestern ein Feuer ausgebrochen, eine riesige Rauchsäule hing über der Stadt. Der Großbrand im Pariser Wahrzeichen ist nach Angaben der Feuerwehr gelöscht.

Der Großbrand in der weltberühmten Pariser Kathedrale Notre-Dame ist nach Angaben der Feuerwehr komplett gelöscht. "Das ganze Feuer ist aus", sagte der Sprecher der Feuerwehr, Gabriel Plus, Dienstagfrüh.

Alle Flammen seien gelöscht, nun müssten Experten das Ausmaß der Schäden prüfen, hieß es weiter. Der Brand war demnach am Montagabend auf dem Dach ausgebrochen und hatte sich rasend schnell auf einer Fläche von rund 1.000 Quadratmetern ausgebreitet.

Schwachstellen im Gewölbe entdeckt

Nach dem verheerenden Brand in der Pariser Kathedrale Notre Dame haben Fachleute "einige Schwachstellen" im Gebäude entdeckt. Diese betreffen vor allem das Gewölbe, also die Gebäudedecke, sagte Innen-Staatssekretär Laurent Nunez am Dienstag. "Im Ganzen hält die Struktur gut", fügte er hinzu.

Im Zuge der Absicherung der historischen Kirche seien fünf Wohnhäuser in der unmittelbaren Nachbarschaft geräumt worden, sagte Nunez. Die Häuser liegen demnach in einer schmalen Straße nördlich des Gotteshauses. Die Absicherungsarbeiten im Inneren der schwer beschädigten Kathedrale dürften rund 48 Stunden dauern, sagte der Staatssekretär.

Ursache für den Brand

Derweil geht die Pariser Staatsanwaltschaft davon aus, dass ein "Unfall" zu dem Großbrand geführt hatte. "Nichts deutet auf eine vorsätzliche Tat hin", sagte Staatsanwalt Remy Heitz bei einer Pressekonferenz vor Notre Dame. Damit bestätigte er erste Hinweise, wonach Renovierungsarbeiten das Feuer ausgelöst hätten.

»Nichts deutet auf eine vorsätzliche Tat hin«

Fünf Unternehmen seien an den Arbeiten beteiligt gewesen, sagte Heitz. Am Dienstag habe die Vernehmung von Arbeitern und Angestellten der Firmen begonnen. Etwa 15 Mitarbeiter seien am Montag mit Arbeiten betraut gewesen.

Struktur des Gebäudes wurde gerettet

Das Feuer in dem weltberühmten Bauwerk im Herzen der französischen Hauptstadt war am Montagabend aus bisher unbekannter Ursache ausgebrochen.

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Die Flammen brachten den 93 Meter hohen Dachreiter aus dem 19. Jahrhundert zum Einsturz und zerstörten weite Teile des Dachstuhls, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Struktur des historischen Gebäudes wurde aber gerettet, ebenso die Fassade und die beiden Haupttürme.

Auch interessant: Wäre solch eine Katastrophe auch im Wiener Stephansdom möglich?

Flammen schlugen aus dem oberen Teil des Gebäudes, wie ein Augenzeuge am Montag berichtete. Graue Rauchwolken stiegen in die Höhe und waren kilometerweit zu sehen. Inzwischen brach der Turm des Gotteshauses in sich zusammen. Der Brand ist gegen 18.50 Uhr entdeckt worden.

Dornenkrone gerettet

Der größte Teil der religiösen und künstlerischen Schätze konnte aus der brennenden Pariser Kathedrale Notre-Dame gerettet werden. Die für Katholiken sehr wertvolle Dornenkrone und andere Gegenstände seien im Pariser Rathaus untergebracht worden, sagte Frankreichs Kulturminister Franck Riester dem Sender LCI Dienstag früh.

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Feuerwehr: Drei Leichtverletzte bei Brand von Kathedrale

Bei dem verheerenden Brand der Pariser Kathedrale Notre Dame sind nach ersten Erkenntnissen drei Menschen leicht verletzt worden. Dabei handle es sich um zwei Polizisten und einen Feuerwehrmann, teilte die Pariser Feuerwehr Dienstag früh mit. Die Struktur der Kathedrale sei nach neun Stunden "erbittertem Kampf" erhalten, die wichtigsten Kunstwerke habe man retten können.

Schwachstellen im Gewölbe, Giebel abgesichert

Nach dem Großbrand in Notre Dame ist die Struktur des weltberühmten Kirchengebäudes weitgehend stabil. "Im Ganzen hält die Struktur stand", sagte Innenstaatsekretär Laurent Nunez am Dienstag. Allerdings seien einige Schwachstellen im Gewölbe und einem Giebel im nördlichen Querschiff entdeckt worden. Der Giebel müsse deshalb abgesichert worden.

Fünf Gebäude in der Nachbarschaft der Kathedrale seien evakuiert worden. Ob die gotische Kathedrale gerettet werden konnte, habe sich am Montagabend "innerhalb einer viertel Stunde, einer halben Stunde" entschieden, sagte Nunez. Es gehe nach dem Löschen der letzten Brandherde am Dienstagvormittag nun darum sicherzustellen, dass das Gebäude keinen weiteren Schaden nimmt.

Die Struktur der gotischen Kathedrale und die Fassade mit den beiden Haupttürmen konnten am Montagabend gerettet werden. Das Dach und ein Spitzturm wurden zerstört. Zwischenzeitlich hatte die Feuerwehr befürchtet, die gesamte Kirche könnte einstürzen.

Der mutige Blick nach vorn

Es habe die reale Gefahr bestanden, dass der Nordglockenturm bei dem Brand zerstört wird, erklärte der Minister. "Und das hätte dann zur völligen Zerstörung von Notre Dame de Paris geführt." Der außergewöhnliche Mut der Feuerwehr habe das verhindert. Nun müsse man an den Wiederaufbau denken. "Wir haben immer noch die Fachkenntnis, ein solches Gebäude zu bauen."

400 Feuerwehrleute im Einsatz

Montagabend war die Lage noch deutlich angespannter. Die Feuerwehr teilte mit, dass 400 Feuerwehrleute im Einsatz.seien. "Ein schreckliches Feuer wütet in der Kathedrale Notre-Dame in Paris", teilte Bürgermeisterin Anne Hidalgo zu diesem Zeitpunkt auf Twitter mit. Ihr Sprecher erklärte, das Gelände sei geräumt worden.

© apa/afp/francois guillot

So lief das Unglück ab

Die Feuerwehr war mit Wasserschläuchen und Drehleitern im Einsatz. Das Viertel rund um Notre Dame wurde evakuiert. Die Kathedrale liegt auf der Ile de la Cite, einer Insel in der Seine mitten im Zentrum der französischen Hauptstadt.

» Ich habe keine Hoffnung für das Gebäude«
© APA/AFP/Fabien Barrau

"Praktisch das ganze Dach ist verschwunden, ich habe keine Hoffnung für das Gebäude", sagte ein Augenzeuge. "Alles stürzt ein", rief ein Polizist am Brandort. Viele Bewohner von Paris schauten zu, wie sich das Feuer durch das Bauwerk aus dem zwölften Jahrhundert fraß.

Wie ging es mit den Löscharbeiten voran?

Nach dem Ausbruch des Großbrandes in der Pariser Kathedrale Notre Dame befürchteten die Behörden das Schlimmste. Es sei ungewiss, ob das Gotteshaus gerettet werden könne, sagte der französische Innenstaatsekretär Laurent Nunez am Montagabend in Paris. Die Flammen seien knapp drei Stunden nach Beginn des Brandes noch nicht unter Kontrolle. Erst spät kam die Entwarnung, dass die Ecktürme der Kathedrale und die Struktur des Gebäudes gerettet seien.

Schon 310 Millionen Euro für Wiederaufbau bereitgestellt

Am Tag nach dem verheerenden Brand in der Kathedrale Notre Dame stehen bereits 310 Millionen Euro für ihren Wiederaufbau bereit. Die Region Ile-de-France, die größtenteils dem Großraum Paris entspricht, kündigte am Dienstag eine Soforthilfe von zehn Millionen Euro an. Die Familien hinter zwei Luxusgüterkonzernen sagten zusammen 300 Millionen Euro zu.

Die Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo, schlug eine internationale Geberkonferenz vor. Die Präsidentin des Regionalrats von Ile-de-France, Valerie Pecresse, sagte dem Sender Radio Classique, die Soforthilfe solle das Erzbistum bei den ersten Arbeiten unterstützen. Der Wiederaufbau werde die besten Architekten und Handwerker "Frankreichs, vielleicht der ganzen Welt" auf den Plan rufen, sagte Pecresse.

Die Pariser Bürgermeisterin Hidalgo brachte eine internationale Geberkonferenz für den Wiederaufbau ins Gespräch. Sie könne gleichzeitig als Treffpunkt von Experten dienen, sagte sie dem Radionetzwerk France Inter.

Neben offiziellen Geldern stehen auch bereits zwei große Privatspenden zur Verfügung: Der größte und der zweitgrößte Luxusgüterkonzern Frankreichs, LVMH und Kering, verpflichteten sich zu Millionenspenden im dreistelligen Bereich.

Spenden

Die Milliardärsfamilie Pinault will demnach 100 Millionen Euro für den Wiederaufbau der von Flammen verwüsteten Kathedrale zur Verfügung stellen. Das gab in der Nacht auf Dienstag Francois-Henri Pinault bekannt, der Chef des Luxusmodekonzerns Kering (Gucci, Saint Laurent, Balenciaga). "Diese Tragödie trifft alle Franzosen", erklärte die Familie. In solch einer Situation wolle jeder mithelfen, "schnellstmöglich diesem Juwel unseres nationalen Kulturerbes wieder Leben einzuhauchen".

Dienstag früh zog dann LVMH (Moet Hennessy - Louis Vuitton) nach: Die Unternehmensgruppe versprach eine Spende von 200 Millionen Euro für den Wiederaufbaufonds. In einer Erklärung hieß es, LVMH und die Besitzerfamilie Arnault wollten nach "dieser nationalen Tragödie" ihre Solidarität zeigen. Notre Dame sei ein Symbol Frankreichs, seines kulturellen Erbes und seiner Einigkeit.

EU-Ratspräsident ruft Mitgliedstaaten zur Hilfe auf

EU-Ratspräsident Donald Tusk hat nach dem verheerenden Brand in der Pariser Kathedrale Notre Dame alle anderen EU-Mitgliedstaaten zur Hilfe beim Wiederaufbau aufgerufen. "Ich weiß, dass Frankreich das alleine machen könnte, aber hier geht es um mehr als nur materielle Hilfe", sagte Tusk Dienstag früh im Europaparlament.

»Schrecklicher Tag für alle, die Frankreich und Paris lieben «

Der Brand der Kathedrale habe vor Augen geführt, dass man in der EU durch etwas bedeutenderes und tiefergreifendes verbunden sei als durch Verträge. "Heute verstehen wir besser, was die Grundlage der Gemeinsamkeiten ist, wir wissen besser, wie viel wir verlieren können - und dass wir das zusammen verteidigen wollen", sagte er.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sprach mit Blick auf den Brand von einem "schrecklichen Tag für alle, die Frankreich und Paris lieben" und kündigte an, dass die EU-Kommission alle Unterstützung leisten werde, die Frankreich möglicherweise benötigen könnte. "Gestern ist ein bedeutender Teil Frankreichs schwer verwundet worden und wir sind alle ein bisschen Witwer und Witwen", sagte Juncker.

Glashistoriker: "Eine Rekonstruktion ist machbar"


"Im Prinzip ist eine Rekonstruktion machbar": Der österreichische Kunsthistoriker Günther Buchinger ist Experte für mittelalterliche Glasmalerei und nach der Brandkatastrophe von Notre Dame zuversichtlich, dass die verloren gegangenen Glasfenster der Kathedrale wieder hergestellt werden können - allerdings nicht mit dem originalen Material.

Durch die enorme Hitzeentwicklung sei das mittelalterliche Glas geschmolzen, nicht geborsten. "Das ist damit dann de facto verloren", bedauerte Buchinger, der auch Sekretär des Corpus Vitrearum Österreich ist, eines Projekts zur mittelalterlicher und moderner Glasmalerei. Die Frage, ob man ein derart bedeutendes, historisches Kunstwerk überhaupt rekonstruieren solle, stelle sich dabei gar nicht: "Wenn man ein Objekt von diesem Rang hat, gibt es keine Diskussion. Bei solch einem Kunstwerk wird es so rekonstruiert, wie es war."

»Das farbige Licht ist eine Materialisierung dessen, was in der Apokalypse steht«

Zum Glück seien in der jüngeren Vergangenheit die Fenster der Kathedrale ausgebaut und detailliert dokumentiert worden. "Man weiß deshalb sehr genau, wie die Fenster aussehen." Und heutzutage sei es sogar möglich, das mittelalterliche Farbenspiel, das auf einer speziellen chemischen Zusammensetzung beruhe, wiederzugewinnen: "Dieser Effekt ist mittlerweile rekonstruierbar." Dieser unterscheide sich substanziell von demjenigen, der in den Kirchen des 19. Jahrhunderts zum Einsatz kam. Es gebe europaweit noch zwei Glashütten, die dieses mundgeblasene Glas herzustellen imstande sei - eine Frankreich und eine in Deutschland.

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Schließlich sei Notre Dame vor allem für seine Glasarbeiten bekannt. "Das Aufreißen der Wände war der absolute Stilbruch von der Romanik zur Gotik", so Buchinger. Dahinter steckte die Idee, aus der Kathedrale ein himmlisches Jerusalem zu machen: "Das farbige Licht ist eine Materialisierung dessen, was in der Apokalypse steht."

Immerhin lassen erste Aufnahmen aus dem Inneren der Kathedrale vermuten, dass das Glashauptwerk, die berühmte Rosette mit ihren zwölf Metern Durchmesser und ihren markanten Blautönen, unzerstört geblieben sein könnte.

Grabesritter retten Jesus Dornenkrone

Während Einsatzkräfte versuchen die Flammen zu löschen, sind auch die Ritter vom Heiligen Grab von Jerusalem im Einsatz. Sie retten unter anderem wertvolle Reliquien auf den Flammen. Darunter die "Heilige Dornenkrone".

© apa/afp/francois guillot

Kunsthistorisches Denkmal

Ihre Geschichte reicht bis in die Mitte des 12. Jahrhunderts zurück. Fast 200 Jahre vergingen bis zur Fertigstellung. Die Dimensionen der im gotischen Stil konstruierten und der Jungfrau Maria geweihten Kirche mit ihren beiden majestätischen Türmen sind gewaltig: 127 Meter lang, 40 Meter breit und bis zu 33 Meter hoch.

Brand im Spitzturm: "Optimale Richtung"

Der Brand in der Dachkonstruktion der Pariser Notre Dame dürfte aus mehreren Gründen für die Ausbreitung des Feuers gut und damit schlecht für den Bau und die Einsatzkräfte gewesen sein. Einer davon war der Spitzturm, der innerhalb kurzer Zeit einstürzte. "Der Spitzturm bietet den Flammen eine optimale Brandrichtung", sage Jürgen Figerl, Sprecher der Wiener Berufsfeuerwehr, am Dienstag zur APA.

Doch Flammen breiten sich auch in horizontaler Richtung aus, und durch die enorme Menge an sehr altem Holz im Dachstuhl entstehen große Hitze und brennbare Gase. Versagt dann ein Gebäudeteil - das kann ein Abschnitt der Dachkonstruktion sein, ein berstendes Fenster oder etwas Anderes -, verbinden sich diese Gase mit Sauerstoff und es kommt zu einer Rauchdurchzündung, einem sogenannten Flashover. "Wenn wir Türen öffnen, achten wir sehr genau darauf, wie weit fortgeschritten ein Brand ist", betonte Figerl.

Ein ähnliches Brandereignis im Wiener Stephansdom würde die Berufsfeuerwehr an ihre höchste Alarmstufe führen, wie bereits Figerls Kollege Christian Feiler am Montagabend gesagt hatte. Für diesen Fall würden Kollegen der Freiwilligen Feuerwehren aus dem Umland die Wiener Wachen besetzen. Die Alarmstufen würden erst sukzessive erhöht. Wichtig ist, dass die Ablösung der im Einsatz befindlichen Feuerwehrleute gewährleistet ist und sich diese nicht am Brandort gegenseitig behindern.

»Bis hierhin darf das Feuer und nicht weiter«

Eine Katastrophe in der Größenordnung von Notre Dame kann natürlich nicht geübt werden. Aber es gibt regelmäßige gemeinsame Übungen der Berufsfeuerwehr mit dem Verantwortlichen für den Stephansdom, auch die Früherkennung eines Brandes in der Kirche wird geprobt. Dafür wurden auch Systeme installiert, was Figerl aber nicht präzisierte.

Der Feuerwehrsprecher thematisierte auch die Rolle des Einsatzleiters, die besonders dann zum Tragen komme, wenn das Geschehen am Brandort von dem abweicht, was die Einsatzkräfte üblicherweise erwarten können. Dieser müsse beispielsweise entscheiden, was zu retten sei, und danach vorgehen. Zu diesen Entscheidungen gehört beispielsweise, ob eine sogenannte Riegelstellung eingezogen wird, nach dem Motto: "Bis hierhin darf das Feuer und nicht weiter."

Direktor der Kathedrale: Keine Mängel beim Brandschutz


Nach dem verheerenden Brand der Pariser Kathedrale Notre Dame sieht der Direktor des Gotteshauses keine Sicherheitsmängel beim Brandschutz. Es gebe etwa Brandaufseher, die drei Mal täglich den Dachstuhl prüfen, sagte Patrick Chauvet Dienstag früh dem Sender France Inter. "Ich denke, dass man nicht mehr machen kann."

»Ich denke, dass man nicht mehr machen kann«

Aber es gebe natürlich immer Vorfälle, die man so nicht habe vorhersagen könne. Man müsse nun prüfen was passiert sei - er wisse noch nicht.

Das Feuer war am Montagabend in der weltberühmten Kathedrale im Herzen von Paris ausgebrochen. Die Flammen verwüsteten kurz vor Ostern den Sakralbau, der Dachstuhl stand lichterloh in Flammen. Die Feuerwehr brachte es in den frühen Morgenstunden unter Kontrolle.

Trump meldete sich auf Twitter zu Wort

"Notre-Dame est Notre-Dam de toute l'Europe (Notre-Dame ist Notre-Dame von ganz Europa)", twitterte Tusk auf Französisch. "Wir sind heute alle mit Paris." US-Präsident Trump sprach von einem "schrecklichen Anblick", man müsse "schnell handeln". "Vielleicht könnten Löschflugzeuge eingesetzt werden, um es (das Feuer) zu löschen."


"Es tut weh, diese schrecklichen Bilder der brennenden Notre Dame zu sehen", teilte die deutsche Regierung mit. "Notre Dame ist ein Symbol Frankreichs und unserer europäischen Kultur. Mit unseren Gedanken sind wir bei den französischen Freunden."

Kneissl twittert mit

Auch Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) hat sich betroffen vom Brand in der Pariser Notre-Dame-Kathedrale gezeigt. "Schreckliche Bilder erreichen uns aus Paris. Die weltberühmte Notre-Dame-Kathedrale, Symbol der Stadt und Pilgerstätte für Christen weltweit, steht in Flammen", twitterte Kneissl am Montagabend auf Deutsch und Französisch.

Gerard Depardieu: Wunde ist entsetzlich

Der französische Schauspieler und Wahlrusse Gerard Depardieu hat mit Entsetzen auf das Feuer in der Pariser Kathedrale Notre Dame reagiert. "Mir fehlen die Worte, diese Wunde an der Kathedrale von Notre Dame ist entsetzlich, aber es ist ein Unheil, das vom Himmel hereinbricht und unsere Gesellschaft trifft, die immer instabiler wird und kein Fundament hat", sagte der 70-Jährige.


Er habe die Bilder des Brandes am Montagabend mit Bestürzung gesehen. "Ich glaube, dass ich schnellstmöglich nach Paris zurückkehre. Es ist eine schreckliche Wunde für die ganze Stadt", sagte er der italienischen Tageszeitung "La Repubblica" (Dienstag).

Putin will nach Brand Spezialisten nach Paris schicken

Kremlchef Wladimir Putin hat nach dem verheerenden Brand in der Pariser Kathedrale Notre Dame Frankreich Hilfe von russischen Spezialisten beim Wiederaufbau angeboten. "Er schlug vor, die besten Experten nach Frankreich zu schicken. Sie haben große Erfahrung in der Restaurierung von Weltkulturerbe", teilte der Kreml am Dienstag in Moskau mit.

Die Kathedrale sei ein unschätzbarer kultureller Wert für Europa und die ganze Welt, sagte der russische Präsident in einem Schreiben an seinen französischen Kollegen Emmanuel Macron. "Das Unglück, das in dieser Nacht geschehen ist, schmerzt auch in den Herzen der Russen."

Das Feuer war am Montagabend in der weltberühmten Kathedrale im Herzen von Paris ausgebrochen. Das Feuer verwüstete den Sakralbau, der Dachstuhl stand lichterloh in Flammen. Nach ersten Erkenntnissen wurden drei Menschen leicht verletzt.