Weltausstellung wurde feierlich eröffnet:
Rekordbeteiligung bei Expo '10 in Shanghai

70 Mio. Besucher werden bis 31. Oktober erwartet Österreich mit futuristischem Pavillon vertreten

Weltausstellung wurde feierlich eröffnet:
Rekordbeteiligung bei Expo '10 in Shanghai © Bild: Reuters

Mit einem großen Feuerwerk, Wasserspielen und Lasershows ist die Expo 2010 in Shanghai eröffnet worden. Der glanzvolle Auftakt der sechs Monate dauernden Weltausstellung stand der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Peking vor zwei Jahren in nichts nach. Zu der Feier war viel Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Showgeschäft nach Shanghai gekommen. Heute wird die Expo dann für Besucher geöffnet. Auf der Weltausstellung präsentieren sich nahezu 200 Länder mit Kultur und Technik. Bis Oktober werden 70 Millionen Besucher erwartet.

Zu den Teilnehmern der Eröffnungsfeier gehörten der gastgebende Staatspräsident Hu Jintao, sein französischer Kollege Nicolas Sarkozy, der südkoreanische Staatschef Lee Myung Bak und EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso. Auf der hochkarätig besetzten Gästeliste standen auch Karatefilm-Virtuose Jackie Chan, Schauspielerin Halle Berry, Starpianist Lang Lang und Opernstar Andrea Bocelli.

Hunderte in Rosa gekleidete Sängerinnen stimmten im größten Konzertsaal der Welt auf dem Ausstellungsgelände die chinesische Nationalhymne an, bevor die Fahnen der 189 Teilnehmerstaaten hereingetragen wurden. Anschließend erklärte der chinesische Präsident Hu Jintao die Expo für eröffnet.

Mitterlehner vor Ort
Aus Österreich waren Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Expo-Regierungskommissär Hannes Androsch angereist, die den futuristisch anmutenden Österreich-Pavillon eröffnen werden.

Für Mitterlehner ist die Expo in Shanghai freilich die "wichtigste Weltausstellung der letzten Jahre. Wer hier nicht präsent ist, findet keine Partner, und wer hier keine Partner hat, macht kein Geschäft", wie er sagte. 95 Prozent der Expo-Besucher werden Einheimische sein, so Mitterlehner, der darauf hofft, mehr Chinesen für das Urlaubsland Österreich begeistern zu können. Guter Wind soll u.a. auch für Industriezweige wie Energie- und Umwelttechnik sowie kommunale Dienstleistungen gemacht werden.

Die Expo, die ganze sechs Monate lang dauern wird, steht unter dem Motto "Better City, better Life". Das von der Alpenrepublik gewählte Unterthema gibt sich ganz österreichisch-harmonieorientiert: "Sinne im Gleichklang".

Die Ausstellung hat die doppelte Fläche von Monaco und ist zwanzigmal so groß wie das Gelände der Expo 2008 im spanischen Saragossa. Es werden 70 Millionen Besucher erwartet, der Großteil davon aus China. Bei der Expo in Hannover vor zehn Jahren waren es rund 18 Millionen.

Knapp zwei Jahre nach den Olympischen Spielen in Peking will China mit der bis 31. Oktober laufenden Expo seine wirtschaftliche Stärke demonstrieren. Nach offiziellen Angaben gibt die Volksrepublik umgerechnet 3,2 Mrd. Euro für die Schau aus, doppelt so viel wie für die Sommerspiele. Chinesische Medien bezifferten die Gesamtkosten für die Expo und die im Zusammenhang damit errichtete Bauten sogar auf bis zu 43 Mrd. Euro.

Die Expo zeigt vor allem grüne Technologien aus rund 190 Teilnehmerländern. China richtet als erstes Schwellenland eine Expo aus. Die Volksrepublik bemüht sich, die Veranstaltung umweltfreundlich zu gestalten - etwa mit der größten Solaranlage des Landes als Teil der Ausstellung. Insgesamt werden bis Ende Oktober bis zu hundert Millionen Besucher erwartet, darunter rund 3,5 Millionen aus dem Ausland.

(apa/red)