Welche Zukunft hat Grün in Österreich?
Nach personellem nun inhaltlicher Umbau

NEWS: 30 "Zukunftsthesen" im Internet benoten Glawischnig: "Wir dürfen nicht stehen bleiben"

Welche Zukunft hat Grün in Österreich?
Nach personellem nun inhaltlicher Umbau © Bild: APA/Oczeret

Eva Glawischnig statt Alexander Van der Bellen, Ulrike Lunacek statt Johannes Voggenhuber und der Abschied von Bundesparteisekretär Lothar Lockl – schnell war da von einer „Frauenpartei“ und einem „Geschlechterkampf“ die Rede, das BZÖ sprach gar von einem „grünen Suffragettenregime“. Gut ein Jahr nach dem Rücktritt von Parteilegende Alexander Van der Bellen haben sich die Gemüter beruhigt und die Grünen neu aufgestellt. Bundessprecherin Eva Glawischnig ist nach der Babypause im Sommer wieder Vollzeit-Parteichefin, die Wienerin Maria Vassilakou und der Steirer Werner Kogler sind ihre Stellvertreter, Katholik Stefan Wallner übernimmt das Parteimanagement.

Doch nicht nur die grünen Männer können aufatmen, sondern zumindest vorläufig die ganze Partei: Bei den Landtagswahlen in Vorarlberg und Oberösterreich hat man wenigstens nicht verloren. Und in der Parteizentrale in Wien haben sich die Grünen nach dem ersten Schock – Van der Bellen war elf Jahre Parteichef und hatte Wahlsiege quasi abonniert – auch etwas überlegt.

„Wir haben festgestellt, dass wir eine Initiative brauchen, um den Dialog mit anderen und außerhalb des Parteiprogramms zu führen“, erklärt die scheidende Michaela Sburny. Herausgekommen ist ein „Zukunftskongress“, bei dem auch Nicht-Grüne in Arbeitsgruppen mitdiskutieren können, was sie sich von der grünen Politik wünschen. Mehr als 500 Leute werden erwartet.

Schon seit ein paar Wochen kann jeder, der will, die 30 „Zukunftsthesen“ im Internet benoten und kommentieren. Absoluter Renner bei den Bewertungen: „Das tägliche Schnitzel ist nicht nur ungesund, sondern auch klimafeindlich.“ Damit sei die Frage gemeint, ob der durchschnittliche Europäer nicht mehr Nahrung verbrauche, als auf dem ihm zustehenden Platz produziert werden könne, erklärt Glawischnig. „Wir haben es zugespitzt auf das Schnitzel.“ Einzelne Themen können auch ins Parteiprogramm einfließen, sagt Glawischnig. Denn nicht nur für das Personal gilt: „Wir müssen uns erneuern und dürfen nicht stehen bleiben.“

Warum Eva Glawischnig keine Männer für ihre Partei sucht, erfahren Sie im NEWS 47/09

Kommentare

HGPeitl melden

Wer sind die Radikalen? Man weiß, dass die Freiheitl. Christen nicht immer mit der Einstellung der Burschenschaften einverstanden sind (sich bisher von Martin Graf distanzierten).

Das Burschenschafter bei einem Event mit Absperrungen gegen Ausschreitungen der Linksradikalen so zu schützen sind, dass selbst geladenene Gäste schwer ihr Ziel erreichen, hat mich überrascht.

Polizistin:
Wir dürfen niemand ins Palais Pallfy lassen
(Hierauf zeige ich ihr meine Einladung).
Sie beharrte auf ihrer Einstellung.
Ich: Wurde die FPÖ etwa verboten
Sie: Nein

Letztendlich verlange ich den Vorgesetzten, der mich einlässt.

Ich wurde sehr still. Hatte ich so eine Sicherung schon einmal erlebt. Nie.

Wenn folglich die FPÖ solchen Schutz braucht, die anderen Parteien aber nicht: Wer sind dann die Radikalen?

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Re: Wer sind die Radikalen? Vielen, vielen Dank für den herzergreifenden Bericht. Können bitte alle eine Portion Mitleid ins rechte Lager schicken? Sie hetzen doch nur wo sie können, missbrauchen das Kreuz, schimpfen auf alles ohne selbst eine Lösung hervorzubringen, um zu einer guten (End)-Lösung zu kommen. IHR SEID WIRKLICH ARM.

@HGPeitl persönlich: Vielen Dank für Ihr Outing, das erklärt Ihre Postings in jeder Hinsicht.

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Re: Wer sind die Radikalen? Logisch, das man als Journalisten den diversesten Aufgaben, auch dem Besuch eines Vortrages zur Positionierung der FPÖ zur EU nachkommt.

Um objektiv bericht erstatten zu können, suchen wir uns die Veranstaltungen nicht aus, sondern versuchen ein möglichst breites Spektrum zu erreichen.

Daher ist mir der Begriff Outing nicht wirklich klar:
Das der Verband der Unabhängigen - Journalisten eine der freiheitlichen Partei nahestehende Organisation ist, ist allgemein bekannt und müsste einen jeden historisch interessierten Menschen auch klar sein (VDU ist der Ursprungsname der FPÖ)

Es grüsst

Mit freiheitlichen Grüssen

Hans-Georg Peitl
Präsident des
Verbandes der Unabhängigen-
Journalisten
www.freiheitlich-macht.schluss.tv
www.hgpeitl.kommtaus.at

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Re: Wer sind die Radikalen? Was mich übrigens überrascht, ist die Tatsache, dass sie davon ausgehen das die FPÖ keine Lösungen hervorbringen.

Nicht nur das wir die Schliessung des Ostrakts der Baumgartner Höhe, das allgemeine Rauchverbot in der Gastronomie, das Arbeitsverbot für österr. Obdachlose und viele Misstände mehr bekämpft haben und teilweise dabei Erfolge erzielten, so kann der einzige Grund dafür, dass sie die freiheitliche Aktivpolitik nicht kennen nur sein, dass Sie nicht zuhören.

Ohne Grund liess Werner Feymann seinen berühmten Satz: Die Freiheitlichen werden nicht wegen ihrer Ausländerpolitik gewählt, sondern Österreich verlangt eine soziale Partei. bestimmt nicht fallen. Oder?

Hans-Georg Peitl
Präsident des
Verbandes der Unabhängigen-
Journalisten
www.freiheitlich-macht.schluss.tv

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Re: Wer sind die Radikalen? Polizeipräsenz gibts bei Demos immer. Was für ein Demokratieverständnis hat man, wenn man friedliche Proteste als Ausschreitungen bezeichnet?

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Re: Wer sind die Radikalen? Niemand hat behauptet, dass es gestern wie in den letzten Jahren mehrfach (HC Strache Nationalratswahlkampf Vicotr Adler Markt, Anti Moschee Demo Rathausplatz, etc.) wieder einmal zu Ausschreitungen gekommen wäre.

Ganz offensichtlich rechnet die Polizei inzwischen aber überall dort, wo sich FPÖler treffen, mit linker Randale, während die Polizei bei linken Veranstaltungen die Gefahr durch Rechts äußerst gering einschätzt (daher in einem Fall Polizeiprisenz im anderen Fall keine)

GIBT DAS NICHT ZU DENKEN?

Hans-Georg Peitl
Präsident des
Verbandes der Unabhängigen-
Journalisten
www.freiheitlich-macht.schluss.tv
www.hgpeitl.kommtaus.at

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Re: Wer sind die Radikalen? Übrigens. Wäre die Veranstaltung im Freien gewesen, so hätte auch ich mich nicht über die Polizeipräsenz gewundert.

Das Palais Palffy ist allerdings ein Haus, so das es für mich schon sehr überraschend war, dass man dort mit Randalismus gerechnet hat.

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Re: Wer sind die Radikalen? Vdu... Zugegeben,dass bringt mich zum Schmunzeln... Ob sich klardenkende Menschen nach einem Auffangebecken für Altnazis benennen würden?
Beim Rest muss ich klugscheisser8 zustimmen

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Re: Wer sind die Radikalen? Das der VDU ein Auffanglager für Altnazis gewesen sein soll, ist genauso unzutreffend wie die Behauptungen heute, dass die Freiheitlichen Rechtsradikal wären.

Aber danke, dass Sie deutlich Aufzeigen, dass der Versuch der Deformierung in der Geschichte schon einmal probiert wurde.

Wenn Sie übrigens wissen wollen, wo sich die Altnazis wirklich befinden. Mein Grossvater Otto Behaghel von Flammerdinghe war einer und wurde später Ehrensozialist (SPÖ)

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Stehen bleiben? Glawischnig sagt: "Wir dürfen nicht sehen bleiben"! Sind die Grünen eh nicht-im Gegenteil-ihr bewegt euch rückwärts! Ein Auflösen dieser Partei wäre ca. so ein Verlust, wenn in China ein Fahrrad umfällt!

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In China fällt ein Elektromoped um In China gibt es bereits über 100 Millionen Elektromopeds. In Österreich und Deutschland haben sich die Grünen und alle anderen Parteien bis jetzt geweigert das Gesundheitsproblem 2 Takt Knatter Stink Moped, extremste Lärm- und Abgaswerte im Vergleich zum Auto anzugehen. Gleiches Recht für Alle! Gleiche Abgas- und Lärmnormen wie für Autos! Schluß mit Sonderverschmutzungsrechten für 2 Takt Mopeds! In China sind Benzinmopeds in über 500 Städten verboten!

Korrektur eines historischen Fehlers Was war der schlimmste Fehler der Geschichte, der Fehler, der unsere heutige Welt bis 2050 am meisten Schaden zufügt? Wenn Sie jetzt an irgendwelche unbedeutenden Weltkriege denken, dann irren Sie sich. Die Katastrophe passierte 1883 bei der Einführung der Sozialversicherung durch Reichskanzler Bismarck. Der Fehler war die Finanzierung über Abgaben auf Arbeit. Mit einer Finanzierung über einen Kohlepfennig würde die Welt heute komplett anders aussehen.

http://politik.pege.org/2009-fehler/

Der Unterschied ist viel zu groß um in einem Schritt bewältigt werden zu können, deswegen als erster kleiner Schritt ein Konjunkturprogramm + Steuerreform

http://politik.pege.org/2009-steuerreform/

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