Welche Vignette oder Straßenmaut gilt wo?:
Der Straßengebührendschungel in Europa

ÖAMTC-Tipps für Kroatiens und Italiens Straßenmaut Detaillierte Informationen gibts jetzt auch im Internet

Welche Vignette oder Straßenmaut gilt wo?:
Der Straßengebührendschungel in Europa

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht - Diese Erfahrung machen jährlich tausende Urlauber, die zum Beispiel auf das Kleben von Mautvignetten vergessen. "Davor schützt sich nur, wer sich ausreichend über die Bestimmungen in seinem Urlaubsland informiert", sagt ÖAMTC-Touristikerin Erika Kabourek. Die Club-Touristik hat auf der Homepage eine Mautübersicht zusammengestellt. Sie enthält Informationen zu streckenbezogenen und zeitabhängigen Mautsystemen, Sondermauten und Praxistipps für die Bezahlung.

Kroatien
In Kroatien kann man an den Mautstellen mit der so genannten Smart Card bezahlen. Dieses bargeldlose Zahlungsmittel wird auf fast allen Autobahnen von der Mautgesellschaft HAC akzeptiert. Sie ist in den Büros großer Mautstationen wie beispielsweise Rupa und Bregana (geöffnet Montag bis Freitag von 7 bis 15 Uhr) erhältlich und kostet 20 HRK (ca. drei Euro). Die Smart Card wird mit einem Mindestguthaben von 100 HRK (14 Euro) aufgeladen. Wer die Autobahnmaut mit dieser Karte begleicht, erhält zehn Prozent Rabatt auf den Mautpreis. Einziger Nachteil am derzeitigen Smart-Card-System: Bislang gibt es in Kroatien noch keine eigene Smart-Card-Abfertigungsspur. "Wenn der Andrang an einer Mautstation recht groß ist, müssen auch Smart-Card-Nutzer warten", sagt die ÖAMTC-Touristikerin.
Detaillierte Informationen zur Smart-Card (in Englisch) unter
www.hac.hr

Italien
In Italien kann man ebenfalls bargeldlos die Straßenmaut mit der Viacard (Mautwertkarte) oder einer Kreditkarte begleichen. Man muss die bei der Auffahrt gezogene Mautkarte einfach in die vorgesehene Vorrichtung stecken, der zu zahlende Betrag erscheint auf der elektronischen Anzeigetafel, anschließend Viacard oder Kreditkarte einstecken und nach Abbuchung des Betrages wieder entnehmen. "Man sollte darauf achten, dass noch genügend Kredit auf der Viacard ist, um die Gebühr zu bezahlen, denn fehlende Beträge können nicht mit Bargeld beglichen werden", sagt die ÖAMTC-Touristikerin. Wer Probleme bei der Mautbezahlung hat, fährt am besten zur nächsten "Punto Blu" Station - den Servicestationen der Autobahngesellschaften - und begleicht die Maut vor Ort. Keinesfalls im Mautstellenbereich wenden, rückwärts fahren und damit unerlaubt die Spur wechseln, ansonsten muss mit hohen Strafen oder auch mit Fahrverboten gerechnet werden.
Die Viacard ist an den ÖAMTC-Dienststellen im Wert von 25 Euro und 50 Euro erhältlich. Wichtiger Tipp: Die Wertkarten sollten in sicherer Entfernung eines Handys lagern, um den Magnetstreifen nicht zu beschädigen.

Mautübersicht auf:
www.oemtc.at