Weiterhin keine passende Strategie: ORF-
Finanzausschuss ohne konkrete Ergebnisse

Stiftungsräte wollen weitere Konkretisierungen Keine Empfehlung zu Wrabetz' Ausgliederungen

Weiterhin keine passende Strategie: ORF-
Finanzausschuss ohne konkrete Ergebnisse © Bild: ORF/Pfarrhofer

Der Finanzausschuss hat die Abstimmung zu den von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz vorgeschlagenen Ausgliederungen vertagt. Die Stiftungsräte konnten sich nach mehr als siebenstündiger Diskussion weder über das Wie, noch über das Ob der Ausgliederungen einigen. Die entsprechenden Anträge sollen ergänzt und im Plenum des Stiftungsrats eventuell neu auf die Tagesordnung kommen.

Auch insgesamt zeichnet sich ab, dass die Strukturreform des ORF und das vorgelegte Strategiekonzept auf die lange Bank geschoben werden. Die Mitglieder des Finanzausschusses erwarten sich weitere Konkretisierungen - weitere Diskussionen sollen folgen. Von einem D-Day war jedenfalls keine Rede mehr.

Diskussion ohne Ergebnis
Die Stiftungsräte diskutierten zwar über das von Wrabetz vorgelegte Konzept, kamen aber auch hier zu keinem Schluss. Christian Domany, Vorsitzender des Finanzausschusses, meinte, das Konzept sei eine gute Grundlage, die es zu ergänzen und verfeinern gelte. "Wir müssen sehen, ob das bis Donnerstag gelingt." Auf die Frage, ob der Stiftungsrat nicht aufgrund des öffentlichen Drucks eine grundsätzliche Entscheidung über die Zukunftsstrategie treffen müsse, meinte Domany: "Das Konzept ist auf mehrere Jahre angelegt und das stellt eine besondere Herausforderung dar." Man müsse am Donnerstag weiterdiskutieren, sollte man hier auch zu keinem Ergebnis kommen, steht das Strategiekonzept laut Domany in der nächsten Finanzausschussitzung auf dem Programm. Diese findet turnusmäßig im Juni statt.

Wrabetz fühlte sich "in der Grundrichtung bestätigt", wie er nach der Sitzung sagte. Die ausführliche und "konstruktive" Diskussion zeige nur die große Komplexität des Themas.

(apa/red)