Weiter Unklarheit über Schumis Zukunft: Bekanntgabe soll im September erfolgen

Deutscher überzeugt, Alonso noch einholen zu können Michelin-Ausstieg aus der Königsklasse endgültig

Trotz Riesen-Rückstands möchte Michael Schumacher seinen Rivalen Fernando Alonso noch vom Formel-1-Thron stürzen, doch genau wie Kimi Räikkönen will er das Rätsel um seine sportliche Zukunft vorerst nicht lösen. "In Monza gibt es eine offizielle Mitteilung, wie die Entscheidung ausgefallen ist", gab der Rekordweltmeister bekannt. Der Italien-Grand-Prix findet am 10. September in Monza statt.

Die Augen hinter der Sonnenbrille versteckt, saß der 37-jährige Ferrari-Star vor dem so wichtigen Rennen in Montreal umringt von Reportern auf einem Stuhl unter einem Sonnenschirm und ging in der für ihn so lästigen "Z-Frage" einmal mehr in Deckung: "Es gibt noch nichts Neues."

Sollte Schumacher seine Laufbahn fortsetzten, könnte Vorjahressieger Räikkönen sein neuer Teamkollege werden. Doch der noch für McLaren-Mercedes fahrende Finne weiß nicht genau, ob er bei den Italienern anheuern soll. "Ich werde ganz bestimmt in der Formel 1 bleiben, also muss ich mir darüber nicht den Kopf zerbrechen. Irgendwann in diesem Jahr wird sich herausstellen, wie es weitergeht", lautete der geheimnisvolle Kommentar des "Iceman". Vor der Entscheidung will Räikkönen die "verfügbaren Optionen" abwägen.

Endgültig klar ist dagegen, dass sich Michelin mit Saisonende aus der Königsklasse des Motorsports zurückziehen wird. Der französische Reifenhersteller stellte unmissverständlich klar, dass es für ihn keinen Rückzug vom Rückzug geben werde. Damit wird der japanische Konkurrent Bridgestone den vom Internationalen Automobil-Verband beschlossenen Einheitsreifen produzieren.

Die fehlende Gummi-Konkurrenz ist auch der Grund für den Michelin-Ausstieg aus der Formel 1. Das Einheitsreifen-Reglement lässt sich laut dem französischen Konzern nämlich nicht mit seiner Firmen-Philosophie - "Wettbewerb auf höchstem Niveau" - vereinbaren.

(apa/red)