Weiter Bangen am Wörthersee: Austria
Kärnten auch im zweiten Anlauf ohne Lizenz

Bundesliga-Absteiger bleibt ohne Spielerlaubnis Letzte Hoffnung heißt nun Neutrales Schiedsgericht

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Kärnten auch im zweiten Anlauf ohne Lizenz © Bild: APA/Eggenberger

Oberhaus-Absteiger Austria Kärnten hat auch in zweiter Instanz keine Lizenz von der Bundesliga erhalten. Die Klagenfurter, denen Ende April in erster Instanz die Teilnahmeberechtigung verweigert worden war, scheiterten mit ihrem Einspruch beim Protestkomitee der Liga und wollen nun noch das Ständige Neutrale Schiedsgericht anrufen. Club-Präsident Mario Canori, der dafür sieben Tage Zeit hat, zeigte sich in einer ersten Reaktion "maßlos enttäuscht".

Auch der Protest von Erstligist FC Dornbirn wurde abgelehnt, Erstligist FC Lustenau erhielt - mit finanziellen Auflagen - hingegen die Lizenz. Der Einspruch von Regionalligist BW Linz wurde aus Formalgründen abgelehnt. Sollte Kärnten auch im dritten Anlauf scheitern, hätte dies auch Auswirkungen auf die Abstiegsfrage in der Ersten Liga. Platz neun würde in diesem Fall nicht den Gang in die Relegation, sondern den sicheren Klassenerhalt bedeuten, und der Meister der Regionalliga West - Grödig ist dort klar in Führung - würde ohne Relegation aufsteigen. Eine eventuell notwendige Entscheidung des Ständigen Neutralen Schiedsgerichts würde spätestens bis zum 31. Mai getroffen.

2008 und 2009 hatte Kärnten in zweiter Instanz jeweils noch die Lizenz erhalten, ein drittes Mal klappte dies aber nicht. Obwohl die Hoffnungen von Canori und Co. nach dem Beschluss eines 800.000-Euro-Darlehens durch die Stadt Klagenfurt am 30. April stark gestiegen waren. Nun zeigte sich der Präsident verärgert. "Ich bin über die Argumentation der Bundesliga maßlos enttäuscht, da auch andere Bundesligavereine in den vergangenen Jahren nicht alle Beträge vor Beginn der Saison vorlegen konnten", sagte Canori. "Wir werden aber bis zu Schluss kämpfen, alles unternehmen und bis zum Ständigen Neutralen Schiedsgericht gehen, um den Kärntner Weg für den Spitzenfußball in Kärnten zu sichern."

Wie Bundesliga-Vorstand Georg Pangl betonte, muss man sich zumindest um den Kärntner Nachwuchs keine Sorgen machen. "Es tut dem Fußballfan Pangl im Herzen weh, dass ein Bundesland von der Fußball-Landkarte verschwindet. Aber der Spielbetrieb der Akademie durch eine Übernahme des Akademiebetriebes durch den Kärntner Fußballverband sollte gesichert sein - dazu gab es bereits vor einigen Wochen die entsprechende Finanzierungszusage", erklärte Pangl.

(apa/red)