Weihnachtsgeschäft bis zur letzten Sekunde: Wiener kaufen Geschenke immer später ein

Handel zufrieden: Umsatzplus von 2 Prozent erwartet Weihnachtsbudget: Größter Teil für Kinder investiert

Die Wiener kaufen ihre Weihnachtsgeschenke immer später: Während im Vorjahr bereits 54 Prozent im November die ersten Präsente erstanden hatten, waren es heuer nur 38 Prozent. Das geht aus einer Umfrage der Wiener Wirtschaftskammer hervor. Die Zwischenbilanz des Wiener Handels fällt in Sachen Weihnachtsgeschäft trotzdem positiv aus. Laut Kammerpräsidentin Brigitte Jank bleibt das prognostizierte Umsatzplus von bis zu zwei Prozent in Reichweite.

Das heurige Weihnachtsgeschäft sei zwar langsam angelaufen, dennoch sei die Zwischenbilanz bereits erfreulich für den Wiener Handel, berichtete Jank vor Journalisten. Auffällig sind die hohen Frequenzen in den Wiener Einkaufstraßen. Allein am vergangenen langen Einkaufs-Wochenende tummelten sich rund 2,2 Millionen Menschen in den Einkaufsmeilen.

Verantwortlich für den etwas verhaltenen Start war laut Jank das milde Wetter und die dadurch meist noch fehlende Weihnachtsstimmung. Die Nachfrage dürfte laut Wirtschaftskammer nun jedoch langsam aber sicher zunehmen. Laut Umfrage werden 43 Prozent der Wiener den Großteil der Geschenke erst in der Woche vor Weihnachten einkaufen.

Zahlen gibt es auch in Sachen Weihnachtsbudget: 39 Prozent davon werden demnach für Geschenke an Kinder ausgegeben. Partner finden mit einem Anteil von 17 Prozent auch eine relativ hohe Berücksichtigung. Von 15 Prozent des Weihnachtsbudgets kaufen die Wiener Geschenke für ihre Eltern, auf weitere Familienmitglieder entfallen acht Prozent der geplanten Ausgaben.

Freunde werden immerhin mit 17 Prozent bedacht. Arbeitskollegen spielen mit zwei Prozent des Weihnachtsbudgets diesbezüglich eine eher untergeordnete Rolle. Insgesamt geben erwachsene Wiener im Durchschnitt 350 Euro für Weihnachtsgeschenke aus. (apa/red)