Weihnachten ist "Kerzen-Hochsaison": Pro Jahr verbrennen sich ca. 8.500 Österreicher

43 Prozent der Leidtragenden sind Kinder unter fünf KfV-Aufklärungsaktion: Broschüre mit Tipps verteilt

Sprühkerzen, Christbaum, Adventkranz und Feuerwerkskörper: Zu Weihnachten und Silvester brennen so viele feurige Lichtspender wie zu keiner anderen Jahreszeit. Die "Kerzen-Hochsaison" nahm das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) zum Anlass, um vor Brandverletzungen zu warnen: Im Jahr 2005 "wurden in Österreich rund 8.500 Menschen Opfer von so schweren Verbrennungen oder Verbrühungen, dass sie im Spital behandelt werden mussten", so Othmar Thann, Direktor des KfV, in einer Aussendung.

Zu 43 Prozent sind Kinder unter fünf Jahren die Leidtragenden. "Umgerechnet bedeutet das, dass jeden Tag zehn Kleinkinder eine Brandverletzung erleiden", sagte Thann. Bereits der heiße Inhalt einer Tasse reiche aus, um bei den Kleinsten 30 Prozent der Körperoberfläche zu verbrühen - schon ab 15 Prozent sei die Situation lebensgefährlich. Pro Jahr sterben bei Bränden etwa 40 bis 50 Österreicher, so das KfV. Jeder zweite Unfall nimmt seinen Ausgang in der Küche.

Aufklärungsbroschüre des KfV
Um über die Gefahren "Feuer, Strom und heiße Flüssigkeiten" aufzuklären, verteilt das KfV eine aktuelle Broschüre: "Verbrennungen: Prävention und Erste Hilfe" informiert unter anderem über sichere Hausarbeit und offenes Feuer während der Advents- und Weihnachtszeit. Zudem findet der Leser Tipps zur Erstversorgung von Brand-Opfern. Die Info-Blätter liegen auch in Krankenhäusern auf und sind auf http://www.kfv.at downloadbar.

(apa/red)