Weihbischof Laun ungnädig gegen Bures: Auch Gesundheitsministerin bekam Fett ab

Jähe "Auslagerung in die Krippe" könne nicht angehen 'Man darf Ressource nicht zerstören, die man braucht'

Weiter ungnädig hat sich der Salzburger Weihbischof Andreas Laun gegenüber der Politik von Frauenministerin Bures gezeigt. Bei einem Vortrag im Freiheitlichen Parlamentsklub meinte er: "Dass ich einer Frauenministerin erklären muss, was die Frauen wollen, ist ja wirklich ein starkes Stück." Aber auch Gesundheitsministerin Kdolsky bekam wegen ihrer geplanten Kondom- Aktion ihr Fett ab.

Die Warnung des Bischofs war die altbekannte: "Die Frau gebiert ihr Kind und dann kann sie es beim Staat abgeben bis es ohnehin auszieht", kritisierte er abermals einen zu frühen Einstieg ins Berufsleben und propagierte wieder das Müttergehalt. Laun zog als Negativbeispiel die Kinderbetreuung während des kommunistischen Regimes in der Sowjetunion heran. Mit mehreren psychologischen Studien argumentierte er, dass Kinder nach wie vor am besten bei der Mutter untergebracht seien.

Wenig überraschend verurteilte der streitbare Bischof auch die Diskussion über die Vereinbarkeit von Familie und Job. "Bei welchem Beruf verlangt man, dass man zwei Berufe gleichzeitig ausübt?" Und an die (ebenso wie Kdolsky nicht anwesende) Bures gerichtet: "Kümmern Sie sich um die Wirtschaft oder um die Frauen?" Da war der Weg nicht weit zur strengen Linie gegen Abtreibung und Verhütung: "Man darf eine Ressource nicht zerstören, die man dringend braucht", meinte Laun und nahm Kdolsky ins Visier. "Da muss eine Ministerin sich hinstellen und Kondome verteilen. Da muss ich fragen: Was hat denn die im Kopf?"

(apa/red)