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Weißhelme beschuldigen Russland der Kriegsverbrechen in Syrien

1.207 Zivilisten durch Luftangriffe in Aleppo ums Leben gekommen

Hilfsorganisationen beschuldigen Russland der Kriegsverbrechen im syrischen Aleppo. Durch Luftangriffe russischer Kampfflugzeuge seien 1.207 Zivilisten, darunter 380 Kinder ums Leben gekommen, hieß es in einem Brief der Weißhelme und anderer Bürgerrechtsgruppierungen an einen Untersuchungsausschuss der Vereinten Nationen, den die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag einsehen konnte.

Demzufolge gab es zwischen Juli und Dezember in der Region Aleppo etwa 304 Angriffe, für die mit großer Wahrscheinlichkeit Russland verantwortlich ist. "Die Beweise deuten klar darauf hin, dass Russland Kriegsverbrechen in Syrien begangen hat oder daran beteiligt war", hieß es in dem 39-seitigen Schreiben. Die Angaben stützten sich auf Zeugenaussagen, Videomaterial, abgefangene Tonmitschnitte aus Cockpits der Kampfjets und der verwendeten Munition. Die russische Vertretung bei den Vereinten Nationen war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.
Am Donnerstag wurde nach monatelangen Gefechten und Bombardierungen mit der Evakuierung der letzten Rebellenenklave in Aleppo begonnen. Am frühen Abend verließ ein zweiter Konvoi die syrische Großstadt in Richtung Westen. Nach Angaben des UN-Sondergesandten Staffan de Mistura sitzen in Aleppo noch rund 50.000 Menschen fest.
Russland unterstützt in dem Bürgerkrieg Staatschef Bashar al-Assad. Das Land hatte erklärt, seit Mitte Oktober keine Angriffe mehr auf Aleppo zu fliegen.

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