Wehrpflicht-Debatte von

Westerwelle geizt mit Tipps

Deutscher Außenminister: "Jedes Land muss eigene Antwort finden"

Guido Westerwelle anläßlich der Botschafterkonferenz in Wien. © Bild: APA-FOTO: HERBERT NEUBAUER

Guido Westerwelle gab sich bei seinem Österreich-Besuch - auf das Thema "Wehrpflicht" angesprochen - nicht sonderlich auskunftbereit. "Da lege ich mir größte Zurückhaltung" auf, so der deutsche Außenminister in saloppem Tonfall zu dem hierzulande gerade äußerst brisant-diskutiertem Thema.

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In Deutschland gibt es seit Juli 2011 keine allgemeine Wehrpflicht mehr. Vor der Abschaffung hatte es - wie nun in Österreich - heftige Debatten über die möglichen Folgen gegeben, etwa wegen des zusätzlichen Wegfallens vom Zivildienst. Dennoch hielt sich Deutschlands Außenminister Guido Westerwelle (FDP) am Mittwoch bei einem Besuch in Wien mit Erfahrungsberichten und Tipps zurück. "Das machen sie mal schön unter sich selbst aus", sagte ein schmunzelnder Westerwelle auf APA-Anfrage bei einer Pressekonferenz mit Österreichs Außenminister Michael Spindelegger (V).

"Immer für Freiwilligenprogramme"

Die dann folgenden Passagen nahm Gastgeber Spindelegger, dessen ÖVP ja angesichts der angekündigten Volksbefragung für ein Festhalten an der Wehrpflicht eintritt, wohl innerlich etwas gequält zur Kenntnis. Er habe sich immer dafür eingesetzt, dass in Deutschland unter seiner Regierungsverantwortung auf "Freiwilligenprogramme" umgestiegen werde, sagte Westerwelle. "Das haben wir auch erfolgreich umgesetzt."

Kommentare

Hermann Gugger

Nach meinem Wissensstand wurde die Wehrpflicht in Deutschland nicht abgeschafft, sondern nur b.a.w ausgesetzt. Und wie das mit den ZIVIS geregelt ist, bitte schön lässt sich woanders auch erfragen. Die Westerwelle ist da halt nicht so kompetent

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