Wegen Verdachts der Beihilfe zur Untreue:
Hausdurchsuchungen bei Fellner-Brüdern

Immobiliengeschäft zwischen Immofinanz & Fellners Zeitungsherausgeber Wolfgang Fellner ist "empört"

Wegen Verdachts der Beihilfe zur Untreue:
Hausdurchsuchungen bei Fellner-Brüdern © Bild: APA/Gindl

Die Staatsanwaltschaft Wien verdächtigt die Medienmacher Wolfgang und Helmuth Fellner im Zusammenhang mit der Causa Immofinanz der Beihilfe zur Untreue. Wie Behördensprecher Thomas Vescey erklärte, läuft ein Ermittlungsverfahren, in dem die Fellner-Brüder als Beschuldigte geführt werden. Vecsey bestätigte außerdem, dass an fünf Adressen der Fellners Hausdurchsuchungen durchgeführt wurden.

Betroffen waren Büros der "Fellner Medienprojekte GesmbH" und der private Haushalt von Wolfgang Fellner. Die Durchsuchungen seien "naturgemäß gesetzeskonform und daher unter Berücksichtigung der durch das Redaktionsgeheimnis bestehenden Vorgaben durchgeführt worden", sagte Vecsey. Rund 25 Aktenordner mit Verträgen, Korrespondenz und sonstigen Unterlagen wurden beschlagnahmt, "die überdies zur Wahrung sämtlicher Beschuldigtenrechte auch amtlich versiegelt wurden", wie Vecsey betonte.

Wolfgang Fellner ist über Aktion "empört"
"Österreich"-Herausgeber Wolfgang Fellner bezeichnete die Aktion als "völlig skurril" und zeigte sich "empört". Laut Fellner geht es um ein Immobiliengeschäft zwischen einer Fellner-Firma und der Immofinanz. Die Fellners zählten zu langjährigen Bankkunden der Constantia/Immofinanz-Gruppe. Demnach haben die Fellners bei der Immofinanz ein Büro-Objekt in der Geiselbergstraße in Wien-Simmering gekauft.

Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob die Immobilie zu günstig verkauft wurde und deshalb Beitragstäterschaft zur Untreue vorliegt. Darüber hinaus soll sich die Staatsanwaltschaft für einen angeblichen Immobilien-Deal in St. Moritz interessieren, zu dem es aber Fellner zufolge nie gekommen sei: "Das Ganze wird sich in Luft auflösen. Man hat Null gefunden und Null mitgenommen."

"Man hat mich mit meinem Bruder verwechselt"
Wolfgang Fellner versicherte, er sei weder Geschäftsführer noch Eigentümer der "Fellner Medienprojekte Gesellschaft" noch habe er jemals an Verhandlungen oder Gesprächen mit der Immofinanz oder der Constantia-Bank teilgenommen. Geschäftsführer der Firma, die den Immobilienkauf abgewickelt hatte, sei sein Bruder Helmuth: "Man hat mich mit meinem Bruder verwechselt. Mein Bruder hat alle Vertragsunterlagen herausgerückt, und er hätte das auch gemacht, wenn die Staatsanwaltschaft angefragt hätte."

Da bei den Hausdurchsuchungen laut Fellner "zahlreiche brisante journalistische Unterlagen und auch Dokumente zu redaktionellen Berichterstattungen über die Causen Noricum, BAWAG, Grasser, Buwog und zu Verwicklungen von Politikern in die Hypo-Causa" gesichtet wurden, ortete der "Österreich"-Herausgeber eine eklatante Verletzung des Redaktionsgeheimnisses: "Ein klarer Verstoß gegen die Menschenrechtskonvention und den jüngsten OGH-Entscheid zur Pressefreiheit - wenn das Schule macht, dann gute Nacht". Fellners Rechtsbeistand Peter Zöchbauer bemerkte in diesem Zusammenhang, eine Hausdurchsuchung bei Wolfgang Fellner hätte nach ordnungsgemäßer Interessensabwägung niemals stattfinden dürfen, "weil Fellner weder jemals an Verhandlungen zum Objekt Geiselbergstraße teilgenommen, noch jemals den Kauf beauftragt oder beeinflusst hat, noch eine Geschäftsführerfunktion innehatte, in Wahrheit also in die ganze Causa nicht einmal ansatzweise involviert oder von ihr informiert ist."

Justiz: Redaktionsgeheimnis wurde nicht verletzt
Der Sprecher der Staatsanwaltschaft hielt dem entgegen, ein Bruch des Redaktionsgeheimnisses liege "definitiv nicht vor". Wie Vecsey mit Nachdruck feststellte, "wurden ausschließlich jene Unterlagen gesichtet und sichergestellt, die im Zusammenhang mit dem staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsverfahren stehen".

Helmuth Fellner wies die Vorwürfe der Behörden zurück: "Der Ankauf und Verkauf der Liegenschaft Geiselbergstraße wurde sowohl als Büroräumlichkeit als auch zu Veranlagungszwecken durchgeführt. Die Vermutung eines zu hohen oder zu niedrigen Kaufpreises der Immobilie ist schon allein deswegen falsch, da Anschaffungs- und Verkaufspreis - abgesehen von Gebühren und Verzinsung - ident sind. Die entsprechenden Vertragsregelungen und Dokumentationen liegen lückenlos vor und wurden von mir freiwillig an die untersuchenden Behörden übergeben. Mein Bruder Wolfgang Fellner war in keiner Phase der Verhandlungen des Projektes involviert und auch niemals in der Geschäftsführung der Fellner Medienprojekte tätig."

(apa/red)

Kommentare

Fellner Tja, also geht der "Krug" auch nicht am NEWS-Konzern nicht vorüber!

Auch den größten Spöttern geht es nicht am Ar.... vorbei!

In Zeiten wie diesen, in denen es den Medien so gefällt, über Alle und Jede herzufallen, tut es mir richtig gut, wenn auch gegen die grossen Enthüller Untersuchungen geführt werden!

In der Bibel steht: "Wer ohne Schuld, werfe den 1. Stein"

Das habe ich hier so oft schon geschrieben, vielleicht glaubt einmal jemand daran!

Pisa für Redakteure? Die Staatsanwaltschaft spricht vom Verdacht der BEIHILFE zur Untreue, er meint man habe ihn mit seinem Bruder verwechselt. Sinnerfassendes Lesen Wolfi, schon gehört?

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Fellner, der linke Hetzer, gehört eh schon lange weggesperrt!!!

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Re: Fellner, Scheint bei dir tatsächlich die Sonne so stark?

Alles nur Zufälle! Elsner sitzt seit vielen Jahren in Untersuchungshaft,
Kulterer als "Haider Freund" war schnell verhaftet.
Die Hausdurchsuchungen bei den "Linken" Fellner-Brüdern,
aber bei Grasser als ehemaliger ÖVP Finanzminister wird weiter "ermittelt".
Es ist sicherlich Zufall, dass die ÖVP die Justizministerin stellt und die Vorerhebungen bei der tiifschwarzen Hypo NÖ auf Weisung eingestellt wurden.

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Stasimethoden Frage:Wo wurde die Staatsanwaltschaft ausgebildet?

Berndorferbaer melden

Re: Stasimethoden auf unseren unis maultier, auf unseren unis.....!!!

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