Wegen Verdachts von Absprachen: Razzia
in den Geschäftsräumen von DFB und DFL

Auslöser ein Zeitungsartikel aus dem Frühling 2007 Kein Zusammenhang mit aktueller TV-Ausschreibung

Wegen Verdachts von Absprachen: Razzia
in den Geschäftsräumen von DFB und DFL

Die Geschäftsräume des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und der Deutschen Fußball Liga (DFL) in Frankfurt/Main sind auf Antrag des Bundeskartellamtes durchsucht worden. Dabei wurden nach Angaben des DFB auch Unterlagen beschlagnahmt. Die Aktion erfolgte nach Verbandsangaben im Rahmen eines Ordnungswidrigkeiten-Verfahrens wegen "des Verdachts wettbewerbsbeschränkender Absprachen".

Auslöser war ein Bericht der "Sport Bild" aus dem Frühling 2007, in dem ein Konflikt zwischen Bayer Leverkusen und dem DFB um den Leverkusener Sponsor (RWE) geschildert wird. Darin wurde Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser mit den Worten zitiert: "Es kann nicht sein, dass der DFB und der Ligaverband oder auch seine Vereine sich gegenseitig Konkurrenz bei den Sponsorenverhandlungen machen." DFB und DFL, denen das Verfahren und der darin geschilderte Verdacht nach eigenen Angaben bisher unbekannt waren, wiesen die Vorwürfe zurück und bezeichneten die Aktion als "unverhältnismäßig".

"Dieser Vorfall ist für uns alle unfassbar", erklärte DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach. "Wir erkennen nicht den Hauch eines Ansatzes für unrechtmäßiges Verhalten bei uns." Kartellbehörde, DFB und DFL betonten, dass die angeordnete Durchsuchung in keinem Zusammenhang mit den aktuellen TV-Ausschreibungen der DFL stehe.
(apa/red)

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