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Wegen Mordes an Babys verdächtigte Krankenschwester wieder frei

Britische Polizei ermittelt weiter wegen 17 Todesfällen auf Neugeborenenstation

Drei Tage nach ihrer Festnahme wegen des Mordes an mindestens acht Babys ist eine britische Krankenschwester vorerst wieder auf freiem Fuß. Die 28-Jährige sei angesichts der noch laufenden Ermittlungen vorläufig freigelassen worden, teilte die Polizei am Freitag mit.

Sie war am Dienstag im Zusammenhang mit dem Tod von insgesamt 17 Neugeborenen im Countess of Chester Hospital im Nordwesten Englands sowie gesundheitlichen Beschwerden von 14 weiteren Babys festgenommen worden. Die Fälle hatten sich zwischen März 2015 und Juli 2016 auf der Neugeborenen-Station der Klinik ereignet. Die Ermittler durchsuchten die Wohnung der Krankenschwester und die ihrer Eltern.

Die Polizei erklärte, sie sei sich darüber im Klaren, dass die Ermittlungen "eine enorme Wirkung auf alle (betroffenen) Familien, Angestellten und Patienten in dem Krankenhaus" sowie auf die Öffentlichkeit hätten. Die Eltern der betroffenen Babys würden detailliert über den Fortgang informiert.

Am Dienstag hatte es geheißen, die Krankenschwester werde bisher mit acht der tödlichen und sechs der nicht tödlichen Vorfälle in Verbindung gebracht. Das Krankenhaus hatte Kontakt mit der Polizei aufgenommen, nachdem ein interner Bericht keine Erklärung für den ungewöhnlichen Anstieg der Zahl toter Neugeborener finden konnte.

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