Wegen verbotener Geschenkannahme: Staatsanwalt leitet Verfahren gegen Wolf ein

Könnte auf Ehefrau & Steininger ausgedehnt werden Auch Verfahren gegen Ehepaar Rumpold möglich

Nach der Anzeige von Verteidigungsminister Norbert Darabos (S) hat die Staatsanwaltschaft Wien ein Verfahren gegen den suspendierten "Airchief" Erich Wolf eingeleitet. Das bestätigte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien, Gerhard Jarosch, gegenüber der APA. Derzeit werde geprüft, ob auch seine Frau Anna Maria Frühstück-Wolf und der EADS-Lobbyist Erich Steininger als Beschuldigte in das Verfahren einbezogen werden. Der Staatsanwaltschafts-Sprecher schloss auch nicht aus, dass ein Verfahren gegen das Ehepaar Rumpold eingeleitet werden könnte.

Gegen Erich Wolf wird derzeit wegen verbotener Geschenkannahme ermittelt. Grund dafür sind die von Steininger an die Firma des Ehepaares Wolf gezahlten 87.600 Euro. Der Vorwurf der falschen Zeugenaussage ist derzeit vorerst noch nicht Gegenstand des Verfahrens. Darüber habe die Staatsanwaltschaft bisher noch keine Unterlagen vom Untersuchungsausschuss bekommen. Über die nächsten Schritte will die Staatsanwaltschaft in den nächsten Tagen entscheiden. Die Möglichkeiten reichen von der Einstellung des Verfahrens über Befragungen durch Polizei oder Untersuchungsrichter bis zur Einleitung von Vorerhebungen.

Außerdem prüft die Staatsanwaltschaft auch die Einleitung eines Verfahrens gegen das Ehepaar Rumpold. Dabei geht es um den 6,6 Millionen Euro-Werbevertrag für ihre PR-Firma durch den Eurofighter-Hersteller EADS und in diesem Zusammenhang nicht geklärte Geldflüsse. (apa/red)