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Weckruf für den neuen Sportminister

Nina Strasser über die Anforderungen an Darabos-Nachfolger Gerald Klug

Sport - Weckruf für den neuen Sportminister

Seit einem Monat haben wir einen neuen Sportminister. Gerald Klug haut nicht auf den Putz wie Vorgänger Norbert Darabos. Nicht zwingend ein Fehler. Zur Erinnerung: Darabos’ Kampf gegen Doping und das Beklagen der Olympia- Schlappe brachten ihn viel in die Medien – aber wenig für den Sport.

Statt der großen Dopingverschwörung der Spitzensportler wurde ein Skandal in der NADA-Führung aufgedeckt. Dem erfolgreichsten Olympiasportler, Dinko Jukic, hat er noch gratuliert – bevor dieser gesperrt wurde. Darabos hat auch ein neues Sportförderungsgesetz auf den Weg gebracht: Es reformiert die Verteilung der Mittel, die veralteten Strukturen aber nicht.

Ein Fall also für den neuen Sportminister? Als Ex-Kicker der steirischen Gebietsliga meint Gerald Klug jedenfalls die Entbehrungen der Topathleten „im Kleinen“ zu kennen, wie er via Krone ausrichten lässt. Ob er deshalb auf ihrer Seite steht, ist fraglich. Er ist zwar dafür, dass sich Sportler ordentlich benehmen. Dass das auch für Funktionäre gilt, hat er aber (noch?) nicht gesagt.

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