Webber will endlich ein Spitzenauto haben:
Sieht bei Red Bull kaum Weiterentwicklung

Webber landete erst einmal unter den ersten Drei Für ein schnelles Auto "würde ich wirklich alles geben"

Webber will endlich ein Spitzenauto haben:
Sieht bei Red Bull kaum Weiterentwicklung

Mark Webber hat seinem Arbeitgeber Red Bull Racing im Rahmen des Formel-1-Grand-Prix von Japan in Fuji ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Der 31-jährige Australier kritisierte unter anderem die mäßige Entwicklungsarbeit des österreichisch-englischen Rennstalls. "Ich glaube nicht, dass wir genügend Fortschritte gemacht haben", sagte Webber in einem Interview für die Website seines Heim-Grand-Prix in Australien.

Der Routinier nimmt das Rennen in Japan vom siebenten Startplatz aus in Angriff. "Mehr hätten wir aus dem Auto nicht herausholen können", versicherte Webber. "Wir hätten in der Entwicklung einen besseren Job machen müssen. Wir sind nicht gut genug, um näher an BMW heranzukommen." In der Konstrukteurs-WM liegt Red Bull trotz des Ausschlusses von McLaren-Mercedes noch hinter Williams auf Rang fünf.

Newey hätte Erfolge garantieren sollen
Webber war im Vorjahr in der Hoffnung von Williams zu Red Bull gewechselt, dort ein podestfähiges Auto vorzufinden. Die Feder des Stardesigners Adrian Newey sollte dafür garantieren. Doch Webber landete bisher nur einmal - im Regenrennen auf dem Nürburgring - mit Glück unter den ersten Drei. Stattdessen werden die Bullen von zahlreichen technischen Defekten heimgesucht. "Unser Hauptproblem ist die Zuverlässigkeit", gestand Teamchef Christian Horner.

Webbers Hoffnungen, endlich in einem Spitzenauto zu sitzen, wurden enttäuscht. "Dafür würde ich wirklich alles geben", versicherte der 31-Jährige, der im Qualifying als einer der schnellsten Piloten der Königsklasse gilt. Webber hat für 2008 aber ebenso wie sein 36-jähriger schottischer Teamkollege David Coulthard - die beiden bilden das älteste Fahrer-Duo der Formel 1 - einen gültigen Vertrag. Für Webber hält Red Bull sogar eine Option für 2009.

(apa/red)