"WebAward"-Gewinner 2006 stehen fest:
Zur Auswahl standen touristischen Websites

Jeder vierte Gast informiert sich zuerst aus Websites Internet fördert Kontakt zwischen Gastgeber und Gast

"WebAward"-Gewinner 2006 stehen fest:
Zur Auswahl standen touristischen Websites

Zum zweiten Mal hat das österreichische Forschungsnetzwerk anet GmbH gemeinsam mit der Österreich Werbung (ÖW) die Tourismusbranche zum Gedankenaustausch über die Zukunft des digitalen Tourismus im Congress Casino Baden eingeladen. Höhepunkt des ersten "E-Tourismus-Tages" war die Verleihung des "Crystal WebAwards 2006" für die besten Websites am heimischen Markt: die Therme Laa, Oberösterreich Tourismus, ski amadé und Geo-Reisen.

Die Tourismuswirtschaft hat sich durch die Internet-Technologien stark verändert. Zwar gibt es kaum übereinstimmende Ergebnisse von Studien zum tatsächlichen Volumen von E-Commerce im Tourismus, doch stehe außer Zweifel, dass der Online-Vertrieb im Vormarsch ist. "Für den Tourismus ist das Internet eine große Herausforderung: Es treten nicht nur neue Mitspieler in den Markt ein, es findet auch eine enorme Konzentration statt", fasst Posnik, anet-Geschäftsführer, die Situation zusammen. Aber dennoch: "Das Internet unterstützt eine Stärke des österreichischen Tourismus, nämlich den direkten Kontakt zwischen dem Gastgeber und dem Gast."

Europas Online-Tourismus setzt 39 Mrd. Euro um
"Wir wissen aus unseren Gästebefragungen T-MONA (Tourismus Monitor Austria), dass sich jeder vierte bis fünfte österreichische Gast vor seinem Urlaub ausschließlich im Internet über die Destination informiert", führte Gratzer, Leiter des Bereichs Research & Development der ÖW, weiter aus. Roman Egger von der FH Salzburg fand in seiner Untersuchung heraus, dass überraschend viele User auch nach dem Urlaub die Websites ihrer Aufenthaltsorte besuchen und damit "wahrscheinlich das emotionale Erlebnis wieder aufleben lassen wollen", so Egger. "Eine perfekte Chance also, um hier mit der Kundenbindung anzusetzen."

eBay-Auktionen von Hotelzimmern sehr erfolgreich
Dass der User prinzipiell den Online-Vertrieb von Reisen, Tickets oder Hotelzimmern verstärkt nützen wird, darüber waren sich die Teilnehmer des E-Tourismus-Tages einig. Diese Einschätzung untermauert auch eine Studie des ECCA (etourism competence center austria) in Innsbruck über eBay-Auktionen von Hotelkontingenten. Ein erfolgreicher Verkaufsabschluss tritt im Reisesegment mit 89 Prozent etwa doppelt so oft ein als im gesamten eBay-Durchschnitt, so der Geschäftsführer des ECCA, Matthias Fuchs.

Die Österreichische Hotellerie ist gut gerüstet
Der österreichische Tourismus ist für den Online-Vertrieb jedoch gut gerüstet. Laut einer Untersuchung der ÖW gemeinsam mit der WU Wien ist bei 76 Prozent der befragten 649 heimischen Betriebe eine Online-Anfrage möglich, bei 64 Prozent auch eine Online-Buchung. Bei 9 Prozent der Buchungen der österreichischen Beherbergungsbetriebe handelt es sich tatsächlich um Online-Buchungen, etwa die Hälfte der Buchungen (55 Prozent) langen per E-Mail ein und 36 Prozent werden telefonisch, schriftlich oder persönlich getätigt. (red)

Weitere Informationen auf:
www.webaward2006.at