WearFair in Linz von

Faire Mode für Österreich

Messe für ökologische Bekleidung von 28. bis 30. September

Mädchen in einer Herbstlandschaft © Bild: Thinkstock/iStockphoto

Linz wird am letzten September-Wochenende mit der Messe "WearFair" Modehauptstadt für öko-faire Bekleidung. Die steigende Nachfrage nach fair produzierter Mode sahen die Veranstalter durch eine aktuelle Umfrage bestätigt: Mehr als die Hälfte der Österreicher sind bereit, dafür mindestens 15 Prozent mehr zu zahlen.

Mehr als 120 "weltbewusste" Modemarken und 60 Aussteller aus ganz Europa werden in der Tabakfabrik erwartet. Seit 2007 will die Messe Innovationen aus dem ökologischen Bereich aufzeigen und die sozial nachhaltige Produktion vorstellen. Mittlerweile gibt es Kleidsames für Business und Alltag, Luxus und Streetwear für Klein und Groß.

Bewusstsein steigt

Bestätigt sehen sich die Organisatoren durch eine von ihnen in Auftrag gegebene OGM-Umfrage. Für über zwei Drittel der Österreicher seien faire Arbeitsbedingungen und umweltschonende Herstellung wichtige Kriterien beim Kleidungskauf, für 31 Prozent sogar entscheidende. Über die Hälfte will dafür zumindest 15 Prozent mehr zahlen. Die Konsumenten wissen immer besser über Öko-Mode Bescheid. 20 Prozent fühlen sich gut informiert, vor zwei Jahren seien es nur 13 Prozent gewesen. Die Käufer vertrauen besonders unabhängigen Gütesiegeln und Einschätzungen von NGOs.

Nachhaltige Modelabels

"Die WearFair macht kritischen Menschen ein wertvolles Angebot", äußerte sich der Leiter der AK-Konsumenteninformation, Georg Rathwallner. Gemeinsam mit Südwind biete die AK den "WearFair-Shopping Guide" online an. Dort gebe es eine Liste nachhaltiger Modelabels, ein Verzeichnis von Geschäften, die in Österreich ökologisch faire Mode verkaufen, und eine Übersicht der wichtigsten Gütesiegel für soziale und ökologische Produktion in der Bekleidungsbranche.

Upcycling Award

Neu an Bord der Messe ist die Umweltschutzorganisation Global 2000 mit dem "Upcycling Award 2012". Beim "Upcycling" werden neue Produkte aus alten, nicht mehr gebrauchten erzeugt. Durch exzessiven Anbau von Baumwolle werden Felder und ganze Landstriche durch Pestizideinsatz nachhaltig geschädigt. Bei der WearFair werde auch stark auf die ökologische Verträglichkeit der produzierten Stoffe geachtet, erklärte die Projektverantwortliche Lisa Kernegger.

Außerdem stehen eine Modeschau und eine Shopping Night bis 22.00 Uhr am Freitag sowie der Bericht zweier Frauen aus Bangladesch über das Leben der Näherinnen in den Bekleidungsfabriken und eine Podiumsdiskussion am Samstag auf dem Programm.

Weiterführende Links:
WearFair Homepage
WearFair-Shopping Guide

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