Was die WikiLeaks-Dokumente enthüllen:
Grausame "Wahrheit" über den Irak-Krieg

400.000 Geheimdokumente wurden online gestellt

Was die WikiLeaks-Dokumente enthüllen:
Grausame "Wahrheit" über den Irak-Krieg © Bild: AP/Mohammed

Die Plattform WikiLeaks hat fast 400.000 Geheimdokumente zum Irak-Krieg ins Internet gestellt - die umfangreichste Enthüllung dieser Art in der US-Militärgeschichte. Nach Durchsicht der Unterlagen und Medienberichten zufolge geht es darin im Kern um Folgendes:

MISSBRAUCH VON GEFANGENEN
In irakischen Gefängnissen soll es zu schweren Misshandlungen - bis hin zu Vergewaltigungen und Mord - durch einheimische Polizisten und Soldaten gekommen sein, denen die USA nicht nachgegangen sein sollen. Die Übergriffe in den irakischen Gefängnissen stellen Medienberichten zufolge Misshandlungen in US-Haftanstalten weit in den Schatten.

GETÖTETE ZIVILISTEN
WikiLeaks zufolge werden in den US-Dokumenten mehr als 109.000 Todesfälle protokolliert - darunter über 66.000 Zivilisten. Die übrigen Todesopfer werden klassifiziert als Aufständische (knapp 24.000), irakische Regierungstruppen (rund 15.000) und 3.771 Soldaten der US-geführten Truppen.

DER EINFLUSS DES IRAN
Aus Berichten der Militärgeheimdienste geht hervor, dass die USA - wie bereits bekannt - iranische Agenten hinter der Ausbildung, Bewaffnung und Führung irakischer Aufständischer vermuten.

BLACKWATER
Berichten britischer Journalisten zufolge belegen die WikiLeaks-Dokumente neue Fälle, in denen Mitarbeiter der einst als Blackwater bekannten Sicherheitsfirma Zivilisten getötet haben sollen.

(apa/red)