Was Rot-Grün mit den Autofahrern vorhat:
Ausweitung des Parkpickerls und Tempo 30

Koalition hat sich beim Verkehr hehre Ziele gesetzt Experte Sammer: "Ohne Restriktionen geht es nicht"

Was Rot-Grün mit den Autofahrern vorhat:
Ausweitung des Parkpickerls und Tempo 30 © Bild: APA/GINDL

"Es wird keine Schikanen für Autofahrer geben", hat das neuformierte rot-grüne Wiener Koalitionsduo Häupl und Vassilakou zuletzt versichert. Experten sind da allerdings anderer Meinung. "Ohne Restriktionen geht es nicht", meint Gerd Sammer, Leiter des Instituts für Verkehrswesen der Universität für Bodenkultur, im "Kurier". Was kommt nun wirklich auf die Autofahrer in Wien zu?

Die rot-grüne Stadtregierung hat sich im Bereich Verkehr hehre Ziele gesetzt. Das "Verkehrskonzept 2013" sieht vor, den Motorisierten Individualverkehr in Wien um rund ein Drittel zu reduzieren (wie das gemessen werden soll, ist allerdings noch nicht klar). Gleichzeitig soll der Anteil des Öffentlichen Verkehrs auf 40 Prozent und der Radverkehr von derzeit fünf auf zehn Prozent gesteigert werden. Dies alles geschehe zugunsten des Klimaschutzes, der jetzt "Chefsache" sei, wie die neue grüne Verkehrsstadträtin Vassilakou stolz angekündigt hat. Experten sehen diese ambitionierten Ziele der Stadtregierung grundsätzlich positiv. Ungeschoren werden die Autofahrer jedenfalls nicht davonkommen, auch wenn Häupl und Vassilakou nicht müde werden, das Gegenteil zu behaupten.

Parkpickerl wird ausgeweitet
Für den Ausbau der Parkraumbewirtschaftung etwa gibt es im Rathaus bereits konkrete Pläne. Demnach soll das Parkpickerl auf die westlichen Außenbezirke vom Wiental bis zum Donaukanal ausgeweitet werden. Bislang war ein Parkpickerl nur für hauptgemeldete Bewohner der Bezirke innerhalb des Gürtels und im Gebiet rund um die Wiener Stadthalle vonnöten. Wie die "Wiener Zeitung" berichtet, soll die Parkpickerl-Zone nun auf die nördlichen Teile von Meidling und Hietzing sowie die Bezirke 14 bis 19 ausgeweitet werden. Im Gegenzug sollen Wohnsammelgaragen weiter ausgebaut werden. Schwarze Bezirkspolitiker haben bereits Widerstand gegen die Ausweitung der Parkpickerlzone und bezirksweite Befragungen angekündigt. Vassilakou will die Bewohner aber von der Sinnhaftigkeit der Maßnahme, die als Anreiz für den Umstieg auf die Öffis dienen soll, überzeugen.

Die Grünen fordern darüber hinaus seit Jahren eine zusammenhängende Tempo-30-Zone im Wiener Stadtgebiet. Manche Bezirke und die Wiener Linien legen sich allerdings dagegen quer - auch bei der SPÖ ist man diesbezüglich skeptisch. Der Ausbau der Tempo-30-Zone soll aber geprüft werden. Für Sammer ist jedenfalls klar: "Wien ist noch weit entfernt von einer radfahrerfreundlichen Stadt." Die Einführung eines Tempolimits von 30 km/h könnte das Radfahren für die Wiener dahingehend wieder attraktiver machen. Beim Radverkehr gilt für Experten die Devise: Je mehr Ausbau, desto besser. Derzeit legen die WienerInnen sechs Prozent ihrer Alltagswege mit dem Rad zurück. Bis 2015 soll dieser Anteil laut rot-grünem Plan auf zehn Prozent ansteigen. Außerdem wird geprüft, Radfahrern das Fahren gegen die Einbahn generell zu erlauben.

Umweltzonen vorerst kein Thema
Auch das Thema Umweltzonen wird von Rot-Grün vorerst nur mit Samthandschuhen behandelt: Vorerst soll nur eine Studie zum Thema erstellt werden, heißt es in der Koalitionsvereinbarung. In Umweltzonen hätten Fahrzeuge mit besonders hohem Schadstoffausstoß Einfahrtsverbot. Auf lange Sicht werde man um Fahrverbote für "alte Stinker" nicht umherkommen, meint Verkehrsplaner Werner Rosinak - auch weil die EU schon seit längerem wegen überhöhter Feinstaub- und Stickstoff-Dioxid-Werte Druck auf Wien ausübt. 200 Kilometer südlich von Wien, in Graz gibt es bereits fortgeschrittene Pläne für die Umsetzung einer Umweltzone. Der neue Umwelt- und Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann (FPÖ) hat die Einführung zuletzt jedoch kurzerhand gestoppt. Vorerst auf Eis liegt auch die grüne Idee einer City-Maut.

Für die Wiener Autofahrer gibt es aber nicht nur schlechte Nachrichten: "Das bestehende Straßennetz wird wie bisher saniert und in einem hohen qualitativen Zustand gehalten", versichern SPÖ und Grüne im Koalitionspakt.

(red)

Kommentare

Vergleich Auto - Öffis Nicht möglich! Kleines Beispiel! Ich wohne in Simmering, Grenze zu Schwechat (Simmmeringer Hauptstr.) Abfahrt um 14Uhr zum Ekazent Simmering, was kaufen (Tiefgarage - Geschäft - Tiefgarage). Dann mit dem Auto weiter in den 1-ten Bezirk. Eine Runde Parkplatzsuchen, dann Parkplatz in Ring-Nebenfahrbahn beim Schwarzenbergplatz. Zu Fuß auf die Kärntnerstr. zum Steffel was kaufen. Dann zum Trzesniewski, 20 Brötchen zum Mitnehmen. Dann zu Fuß wieder zum Auto (beim Schwarzenbergplatz). Rennweg und Simmeringer Hauptstr. Richtung Heimat, zum Starkl auf der Etrichstr. wegen Blumenerde. Dann noch nach Schwechat zum PAGRO für Schreibmaterial. Dann nach Hause - Ankunft um ca. 16 Uhr! Das sind 2 Stunden !!! Wenn ich das mit den Öffis schaffe, fahre ich nie wieder mit dem Auto !!!

strizzi49 melden

Klimaschutz Immer auf die Autofahrer! Die anderen Dreckschleudern werden nicht einmal erwähnt!
Hat schon einmal einer gemessen, was ein KFZ beim Anfahren für einen Schadstoffausstoß hat? Soviel ich weiß, ist der ein Vielfaches von dem, was beim normale Fahren aus dem Auspuff kommt. nun gibt es die "ROTEN WELLEN" - bei grün anfahren, nächste Kreuzung "ROT". Wieder Anfahren usw. Oder die Autobusse. Die Haltestellen mitten auf der Fahrbahn - kein Überholen bzw. Vorbeifahren am Bus möglich! Ganze Kolonne halt - wieder Anfahren, nächste Haltestelle - ganze Kolonne halt - wieder.... !
Aber die Autofahrer verpesten die Luft! Dass das von den Politikern so gesteuert wird, das wird nicht erwähnt !!??? Aber die glauben, bei Tempo 30 ändert sich was! Die Roten Wellen und die Autobushaltestellen bleiben aber !!!

RobOtter
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@strizzi49 Mein Auto hat einen Durchschnittsverbrauch von 8 Liter und mein Bordcomputer zeigt beim Anfahren einen Wert von 40 Liter!! Ich hatte als Test für die Strecke Kagran - Essling in der Rush Hour meinen Bordcomputer auf Null gestellt und hab mir für diese Strecke den Durchschnittsverbrauch angesehen: Mit Stau, Ampeln und Bodenschwellen verbrauche ich für diese Strecke 25 Liter.

Mit der dame ihrem gesicht kann man ein frühstücksei abschrecken,sonst nix.

Wie schon vor ein paar tagen gesagt Wir die autofahrer sind wieder die depperten,danke an diese sch..... regierung

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Weniger Autos , besser Luft, schneller Öffis Ein echter Gewinn für Wien. Ich bin froh das ich die Grünen gewählt habe.

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Es gibt wirklcih Menschen die dumm genug sind die grüne Propaganda zu glauben.
http://politik.pege.org/2010-a/makulatur.htm

user2000 melden

Re: Weniger Autos , besser Luft, schneller Öffis Der die grünen wählt, dem ist nicht mehr zu helfen.
So wenig Hirn kann man ja normalerweise gar nicht haben....
Was man aber leider den "grün" Wähler zugute halten muss, wenn soll man den wählen....

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Re: Weniger Autos , besser Luft, schneller Öffis ja gar nicht mehr wählen gehen, oder zumindest ungültig!
villeicht fangen die sche... politiker dann zum denken an.
alle parteien arbeiten nur in die eigenen taschen egal ob rot, grün, blau, schwarz und die anderen farben die es noch gibt.

mfp7764 melden

Re: Weniger Autos , besser Luft, schneller Öffis na der freund is sicher a radfahrer,nix zahlen aber deppert die goschn aufreissen

Und ihr habt die gewählt... .... selber Schuld!

Eine Stadt kann nur wachsen wenn man sich zur Mobilität bekennt - d.h. U-Bahn, Zug, Tram, Bus - alles muss überall sein!

Aber eben auch das Auto! Zumindest in einer Übergangszeit! Gleichzeitig darf man keine Stadtflucht einleiten, z.B. mit Schikanen der Bewohner. Am Land, bzw. in der Vorstadt kann man immer gut parken, warum sollte man da noch in der Stadt direkt leben?

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Schikanen statt Innovtion Wenn mehr Autofahrer Elektroroller als das überlegene Verkehrsmittel im Stadtgebiet persönlich erleben würden, dann könnte man in ein paar Jahren 10% Verkehrsanteil Elektroroller erreichen.

Dafür müßte man aber überall Infrastruktur, simple Steckdosen in Garagen erstellen. Das peinlich laute und stinkende Benzinmoped möglichst gut Bannen, Vorbilg Nachtfahrverbot in Innsbruck.

Aber die Grünen leben nur Ihren Has gegen MIV (Motorisierten Individualverkehr) aus.

http://politik.pege.org/2010-a/makulatur.htm

Kontrollorgan melden

Re: Schikanen statt Innovtion Inssbruck und Wien, Österreich und die Schweiz, ...
Warum immer hinkende Vergleiche?

RobOtter
RobOtter melden

Re: Schikanen statt Innovtion JA, danke wir wissen es schon. Du verkaufst Elektroroller.......

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Re: Schikanen statt Innovtion Ich verkaufe keine Elektroroller, ich teste Elektroroller.
In China fahren davon 140 Millionen Stück. Auf die Bevölkerung von Wien umgerechnet wären dies so run 180.000 Elektroroller in Wien.

Da kann man sich vorstellen, wieviel kleiner Stau und Parkplatzprobleme in Wien wären.

Aber in China gibt es eben eine Regierung, während hier die Politiker durch strikte Arbeitsverweigerung glänzen.

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Re: Schikanen statt Innovtion also ehrlich, so deppat kann sich unsere Regierung gar nicht anstellen, dass ich sie mit der aus China tauschen würde!

weniger Autos, weniger Steuergelder Ich versteh nicht wieso immer die Autofahrer bluten müssen, obwohl sie nur ca 10-15% der Umweltverschmutzung verursachen. Zahlen eh schon so viel Sprit-Steuer+Vignette+KFz-Steuer... Das Auto ist noch ein Luxusartikel, aber wenn es so weiter geht werden die meisten drauf verzichten... und dann verzichtet der Staat auf jede menge Steuergelder!!!
Es gibt ca 650.000 Auto Zulassungen in Wien, wenn nur 10% davon auf ihr Auto verzichten. Man rechne ca 1000EUR pro Jahr und Auto Steuern(=Benzin+KFzSteuer) DAS SIND 65.000.000EUR im Jahr, bei nur 10% weniger Fahrzeugen!!!
Irgendwie geht da die Politik in die falsche Richtung!

Kontrollorgan melden

Zum mitschreiben ... wie bereits erwähnt,
ROT/GRÜN
kann niemand gewählt haben, geht das in Eure Köpfe?

mfp7764 melden

Re: Zum mitschreiben ... stimmt hast vollkommen recht

galileo2
galileo2 melden

bin mal gespannt was dann die Unternehmer sagen werden. da wird er aber schön blöd dreinschauen unser blade Reblaus, wenn die firmen alle nach NÖ abwandern. hurrrrraaaaaa rot grün

mfp7764 melden

Re: bin mal gespannt was super - spitze

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