Was wird aus der Privat-Pension? Deutsche
kehren der Altersvorsorge schon den Rücken

Schon jeder fünfte Arbeitnehmer kappt seine Pension Österreicher sehen private Vorsorge noch gelassener

Was wird aus der Privat-Pension? Deutsche
kehren der Altersvorsorge schon den Rücken © Bild: APA/Schneider

Private Pensionen sind nicht mehr das, was sie einmal waren: Einbrüche auf den Wertpapiermärkten, Unsicherheit und Vertrauensverlust hinterlassen bei den Verbrauchern ihre Spuren. Während in Deutschland bereits jeder fünfte Arbeitnehmer seine private Altersversorge aufgelöst hat, herrscht hierzulande jedoch noch Optimismus: 40 Prozent der Österreicher sehen in Sachen privater Vorsorge derzeit keinen Handlungsbedarf.

Das hat eine veröffentlichte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts GfK für den Versicherungskonzern Skandia ergeben. 33 Prozent der 1.000 Befragten haben sich bereits intensiv mit der privaten Pensionsvorsorge auseinandergesetzt und auch schon eine abgeschlossen. Elf Prozent haben sich eingehend damit befasst, sorgen jedoch noch nicht vor. Sieben Prozent gaben an, sich zwar schon damit befasst zu haben, brauchen jedoch weitere Informationen, bevor sie sich für eine private Vorsorge entscheiden. Mehr als ein Drittel der Befragten glaubt, dass es notwendig sei, über 200 Euro monatlich in die Vorsorge einzuzahlen, um den aktuellen Lebensstandard in der Pension beibehalten zu können.

Ein gänzlich anderes Bild zeigt Deutschland: Wegen der Finanzkrise hat einer Studie zufolge bereits jeder fünfte deutsche Arbeitnehmer seine private Altersvorsorge gekappt - mit steigender Tendenz. Demnach haben unter allen Berufstätigen 20 (Vorjahr: 17) Prozent private Vorsorgeverträge gekündigt oder reduziert - unter den über 50-Jährigen sogar 23 (17) Prozent. Das geht aus einer Studie des Instituts für Allensbach hervor, die im Auftrag der Postbank erstellt wurde.

Auch die Beträge, die für private Vorsorge investiert werden, entwickelten sich rückläufig: Berufstätige unter 50 geben dafür demnach im Durchschnitt gut 12 Prozent weniger aus als im Vorjahr. Zugleich wachsen der Studie zufolge die Sorgen um ein auskömmliches Leben im Alter. "So fürchtet heute mit 37 Prozent mehr als jeder dritte Berufstätige, dass ihm der Staat wegen seiner hohen Verschuldung die gesetzliche Rente im Alter kürzen müssen wird", sagte Postbank-Vorstand Michael Meyer. "Und mehr als jeder vierte - exakt 28 Prozent - sieht durch stark steigende Preise wegen der Staatsverschuldung auch den Wert seiner Ersparnisse zur privaten Altersvorsorge in Gefahr."

(apa/red)

Kommentare

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Das eigene Plusenergiehaus und Elektroauto Wer sein Plusenergiehaus und Elektroauto noch vor dem Pensionsantritt fertig finanziert hat, hat wohl die sicherste Pensionsvorsorge.

Ein Haus mit negativen Betriebskosten, das Auto mit dem Strom vom eigenen Haus versorgt, da reicht dann die staatliche Pension für einen ordentlichen Lebensstandard.

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Re: Das eigene Plusenergiehaus und Elektroauto Richtig. Jetzt in die Grundversorgung investieren um sich diese Kosten künftig zu ersparen. Denn wenn man mal das angesparte Geld ausbezahlt bekommt, ist es ohnehin nur mehr einen Bruchteil wert.

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