Was bedeutet die Alarmstufe Sieben?

Acht Löschbereitschaften - Acht Alarmstufen

Anlässlich des Brandes in der Hofburg in der Nacht auf den 27. November 1992 wurde bei der Wiener Feuerwehr Alarmstufe sieben - und damit die zweihöchste mögliche - gegeben. Aber was bedeuten die Alarmstufen?

In der Bundeshauptstadt stehen insgesamt acht vollzählige Löschbereitschaften zur Verfügung, die aus jeweils vier Löschfahrzeugen, einem Kommandowagen und - je nach Einsatzerfordernis - entsprechenden Sonderfahrzeugen bestehen. Die Besatzungsstärke einer solchen Bereitschaft schwankt zwischen 28 und 30 Mann. Rückt nun eine dieser Einheiten aus, so wird Alarmstufe eins gegeben, bei zwei Löschbereitschaften Stufe zwei etc.

"Versteckter Neuner"
Etwa ab Alarmstufe fünf - wiederum je nach Einsatz - sind die Feuerwachen der Bundeshauptstadt derart geleert, dass Verstärkung aus dem angrenzenden Niederösterreich angefordert werden muss, um diese Lücken wieder zu schließen. Im Falle des Brandes in der Hofburg, wo sieben vollzählige Löschbereitschaften und einige zusätzliche Fahrzeuge - die Feuerwehr sprach bereits von einem "versteckten Neuner", also einer inoffiziellen Alarmstufe neun, die in Wien praktisch gar nicht erreicht werden kann, da nur acht Bereitschaften zur Verfügung stehen - im Einsatz waren, rückten beispielsweise die Bereitschaften Klosterneuburg, Mödling und Schwechat aus.

Alarmstufe 8 bei Gerngroß-Brand
Die höchste Warnstufe acht wurde am 7. Februar 1979 ausgelöst. Damals war durch Schweißarbeiten an einer Rolltreppe im Keller des Haufhauses "Gerngroß" in der Mariahilfer Straße ein Großbrand ausgelöst worden.