Was tun mit 700 Euro mehr im Monat? Laut Studie würde jeder Fünfte Schulden zahlen

Zwei Drittel glauben an Gleichbleiben der Wirtschaft Spargedanke seit drei Jahrzehnten ungebrochen

Was tun mit 700 Euro mehr im Monat? Laut Studie würde jeder Fünfte Schulden zahlen

Jeder fünfte Österreicher würde, wenn er ein um 700 Euro pro Monat höheres Einkommen hätte, damit seine Schulden abbezahlen. Das ergab eine Studie, die das Linzer Meinungsforschungsinstitut IMAS veröffentlicht hat. Eine "demoskopische Zeitreise" vom Jahr 1975 bis heute zeigt, dass der wirtschaftliche Optimismus in den vergangenen Jahrzehnten zwar deutlich gewachsen, der Spargedanke aber trotzdem ungebrochen ist.

Nahezu zwei Drittel der Befragten sind der Meinung, dass die Wirtschaftslage in den kommenden zwölf Monaten zumindest gleich bleiben dürfte. Nur ein Viertel rechnet mit einer Verschlechterung. Dieses Stimmungsbild unterscheidet sich markant vom Lebensgefühl im Jahr 1975: Damals glaubte die Hälfte, dass es weiter bergab gehen würde.

Spargedanke ungebrochen
Ungebrochen seit mehr als drei Jahrzehnten ist der Spargedanke: Bei der aktuellen Umfrage vertraten 51 Prozent die Ansicht, dass sich Sparen lohne. 26 Prozent meinten, dass es keinen Sinn habe, regelmäßig etwas zurückzulegen. Dieses Verhältnis hat sich kaum verändert: 1975 deklarierten sich 52 Prozent als "Sparefrohs", 28 Prozent hielten es nicht für nötig, das Sparschwein zu füttern.

"Ein schöneres Leben machen"
Mit 700 Euro pro Monat mehr am Konto würden sich 42 Prozent der Befragten "ein schöneres Leben machen", 36 Prozent würden größere Anschaffungen wie Möbel, Haushaltsgeräte oder Fernseher damit bezahlen, 35 Prozent eine Urlaubsreise finanzieren. Ein Fünftel gab an, den Betrag zur Gänze zum Leben zu brauchen und 22 Prozent würden damit ihre Schulden bezahlen.

1.000 Menschen befragt
IMAS hat heuer 1.000 repräsentativ für die österreichische Bevölkerung über 16 Jahre ausgewählte Personen befragt. Die Meinungsforscher verglichen die Daten mit Ergebnissen, die seit dem Jahr 1972 gesammelt wurden. Auch damals umfasste die Stichprobe mindestens 1.000 Leute dieser Altersgruppe.