Warum die Hypo gerettet wurde

Kurt Kuch antwortet auf Fragen der NEWS-Leser PLUS: Wie ist Ihre MEINUNG zu diesem Thema?

Warum die Hypo gerettet wurde © Bild: NEWS

Mein vorwöchiger Kommentar über die Art, wie im Fall der Kärntner Hypo mit dem Geld der Steuerzahler umgegangen wird, hat zu zahlreichen Reaktionen geführt. Ein angehender HAK-Maturant beschwerte sich über die Verwendung des Begriffes „Basel II“. Seine Betriebswirtschaftslehrerin habe das gelesen und zum Anlass genommen, ihre Schüler einschlägig zu befragen. Eine exzellente Idee: Schließlich sollen die jungen Leute auch verstehen, warum jeder von ihnen für das Hypo-Debakel mit rund 400 Euro geradestehen muss.

Und dann gab es noch eine Flut von Leserbriefen zur Frage, warum man die Hypo nicht einfach in die Pleite schlittern hat lassen, anstatt sie mit Steuerzahlermilliarden zu retten.

Die Antwort: Weil das Land Kärnten mit der völlig verantwortungslosen Summe von 21 Milliarden Euro (!) für die Hypo haftete. Im Fall der Hypo-Pleite wären diese Haftungen schlagend geworden. Kärnten hat ein Jahresbudget von knapp zwei Milliarden Euro und kommt schon mit diesem Geld nicht aus. Folglich wäre das Land Kärnten ebenfalls erledigt gewesen. In diesem Fall hätte erst wieder die Republik haften müssen. Und zwar für einen bereits eingetretenen Schaden. Insofern war die Hypo-Rettung das kleinere Übel.

Kommentare

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Hypo Schon richtig, das wirkliche Übel war, dass das Land Kärnten für diese Summe haftete. Die Frage ist daher, wie ist so etwas möglich. Warum gibt es keine Obergrenzen, zB 50% des tatsächlichen Jahresbudgets ? Wer trägt die Schuld daran, dass es solche Grenzen nicht gibt und damit unverantwortliche Politiker sich alles erlauben was jenseits von Gut und Böse ist ? Wie werden diese Politiker belangt ? Wer von denen leistet Schadenersatz bis hin zur Pfändung seines Vermögens und Mindesteinkommens?

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Re: Hypo @brabus

Sehr berechtigte Fragen!
Unlieber Scheuch, unlieber Dörfler, ihr als Diadochen von Haider wisst die Antwort auf die Fragen von "brabus".
Bitte teilt uns diese mit.
Mit unfreundlichen Grüßen an die so genannten Vertreter des veruntreuten Heimatlandes meiner Großmutter, mit der höchsten Pro-Kopf-Verschuldung und der irrsinnigsten Haftung aller Bundesländer Österreichs

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@brabus Auf die Frage wer den für den Schaden haftet gibt esnur eine Antwort: NIEMAND! \'Denn müssten die Damen und Herren Politiker mit Ihrem Privarvermögen haften, dann würden sie um 100 % vorsichtiger sein.

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