Warten auf den Rückflug: Österreichische Reisegruppe sitzt noch in Johannesburg fest

Weltweit warten Millionen Passagiere auf Heimflug Europa: 80 Prozent der Flüge wieder durchgeführt

Warten auf den Rückflug: Österreichische Reisegruppe sitzt noch in Johannesburg fest © Bild: World Vision

Der Flugbetrieb in Europa wurde langsam wieder aufgenommen, doch noch immer sitzen zahlreiche Passagiere fest und das nicht nur in Europa. Eine 41-köpfige österreichische Reisegruppe der Hilfsorganisation "World Vision Österreich" muss seit Tagen in Johannesburg (Südafrika) ausharren.

Die 40 Österreicher, die gemeinsam mit World-Vision-Betreuerin Elfi Schattauer ihre Patenkinder in Swaziland besucht hatten, warten noch immer auf einen Rückflug nach Europa.

"Die Stimmung in der Gruppe ist noch gut," berichtet Schattauer, "wir vertreiben uns die Zeit im Hotel mit Sudoku und mit Lesen." Mittlerweile war auch schon der österreichische Botschafter zu Besuch, konnte den Paten aber noch keine Hoffnung machen. "Wir warten jetzt einfach ab, bis wir an der Reihe sind," wappnet sich die Gruppe weiter in Geduld, "die Flughäfen in Europa sind ja schon offen."

Millionen gestrandete Passagiere
Dieser Fall zeigt: Die vollständige Rückkehr zu einem geregelten Flugplan dürfte noch einige Tage dauern. Obwohl 80 Prozent der Flüge in Europa wieder durchgeführt werden, sitzen weltweit noch immer zahlreiche Passagiere fest. Die Fluggesellschaften mussten bereits Millionen gestrandeter Fluggäste zurück nach Europa bringen.

In Österreich herrschte schon fast wieder Normalbetrieb. Die AUA ging davon aus, "deutlich über 90 Prozent" ihrer geplanten Flüge durchführen zu können. Einschränkungen gibt es nur noch im Norden Frankreichs und Großbritanniens sowie über Dänemark, Schweden und Finnland.

1,7 Milliarden Dollar Schaden
Nach Schätzungen des Internationalen Flugverbandes IATA beliefen sich die Einnahmeausfälle der Airlines bis zum 22. April auf etwa 1,7 Milliarden Dollar (1,26 Milliarden Euro). Zum Höhepunkt der Krise, vom 17. bis 19. April, betrug der Einbruch 400 Mio. Dollar.

Der Gletschervulkan schleuderte nur noch wenig Vulkanasche in die Atmosphäre. Ein Sprecher des Meteorologischen Institutes in Reykjavik sagte, die Rauchsäule aus dem Vulkan unter dem Eyjafjalla-Gletscher erreiche eine Höhe von maximal drei Kilometern.

(apa/pc)