Warten auf die Hinrichtung: Zwölfjähriger sitzt in Saudi-Arabien in der Todeszelle

Familie des Opfers fordert 576.701 Euro "Blutgeld" Mutter hat aber erst 48.058 Euro sammeln können

In Saudi-Arabien sitzt ein zwölf Jahre alter Bub in der Todeszelle. Er soll enthauptet werden, weil der junge Saudi im Streit einen arabischen Jugendlichen getötet habe, der mit seiner Familie in dem islamischen Königreich lebte, berichtete die saudi- arabische Zeitung "Al-Riyadh".

Die Familie des Opfers forderte nach Angaben der Zeitung ein "Blutgeld" in Höhe von drei Millionen Rial (576.701 Euro). Wenn die Familie des jugendlichen Täters dieses Geld aufbringen kann, wird auf die Vollstreckung des Urteils verzichtet.

Die Mutter des Verurteilten, die ihre zahlreichen Kinder nach dem Tod ihres Mannes alleine versorgen muss, bittet nun laut "Al-Riyadh" um Spenden für ihren Sohn. Allerdings habe sie bisher erst 250.000 Rial (48.058 Euro) sammeln können.

Die Familie des Opfers hat ihr drei Jahre Zeit gegeben. Wenn sie den Gesamtbetrag bis dahin nicht aufbringen kann, soll ihr Sohn hingerichtet werden. (apa/red)