War Mirco nicht sein einziges Opfer? Polizei ermittelt trotz Geständnis von Olaf H. weiter

45-jähriger mutmaßlicher Mörder lügt Ermittler an Falsches Tatmotiv: Kein Frust und Stress im Beruf

War Mirco nicht sein einziges Opfer? Polizei ermittelt trotz Geständnis von Olaf H. weiter © Bild: APA/DPA/Weihrauch

Die Polizei ermittelt nach dem Mord an Mirco S. trotz des Geständnisses weiter. Seit Ende Jännner sitzt der 45-jährige Olaf H. in U-Haft. Der dreifache Familienvater hat gestanden, den zehnjährigen Buben in einem Waldstück sexuell missbraucht und anschließend getötet zu haben. Doch die Ermittler geben sich mit der Aussage des Verdächtigen nicht zufrieden. Sie vermuten, dass Mirco nicht das einzige Opfer gewesen sein könnte.

Beamte durchsuchten daher mit Leichenspürhunden das Grundstück von Olaf H., wie "BILD" berichtete. "Wir überprüfen derzeit, ob Olaf H. weitere Straftaten begangen hat", sagte Chefermittler Ingo Thiel zur Zeitung.

Geständnis war eine Lüge
Eine Lüge hat der Verdächtige der Polizei bereits aufgetischt: Sein angebliches Tatmotiv ist falsch. Der Infaftierte gab an aufgrund von Frust und Stress im Beruf den Mord begangen zu haben. Am Tattag soll es am Telefon eine Auseinandersetzung mit seinem Vorgesetzten gegeben haben. Eine Lüge, wie die Ermittler nun feststellten. Das Telefongespräch fand nie statt, sein Chef befand sich zu dem Zeitpunkt auf Urlaub.

Möglicher Grund für die Lüge: Der mutmaßliche Täter wollte im Gefängnis nicht als Kinderschänder, sondern als Gewalttäter dastehen. Denn Kinderschänder stehen dort in der Hierachie ganz unten, wie der Kriminologe Christian Pfeiffer gegenüber "BILD" betonte.

Weiterführender Link:

Bericht der "BILD"

(red)

Kommentare

Kinderschänder ich hoffe der Typ bekommt seine gerechte Strafe

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