War "heißes Eisen" doch zu heiß? Kdolsky relativiert Pläne zur Kassen-Zusammenlegung

Zentralisierung für Ministerin derzeit nicht vorstellbar Will aber Vereinheitlichung der Leistungs-Abgeltungen

Gesundheitsministerin Kdolsky hat ihre jüngsten Aussagen, die Krankenkassen zusammenlegen zu wollen, im Ö1 -"Morgenjournal" relativiert. Derzeit könne sie sich "keine Zentralisierung vorstellen". An ihrem Ziel einer Vereinheitlichung der Leistungsabgeltung hält die Ministerin aber fest. Kassenleistungen sollten überall nach den selben Kriterien abgegolten werden, sagte sie.

Die Versicherten würde ja auch ihre Beiträge nach dem gleichen Schema bezahlen, so Kdolsky. Diese Harmonisierung der Kassenleistungen sei in der Koalition vereinbart.

Zum Zeithorizont meinte Kdolsky, man werde sich bis 2009 "etwas vornehmen müssen". Das Ziel "eine Krankenkasse statt neun" sei aber zum derzeitigen Zeitpunkt "nicht der Weg". Möglich sei, dass es in einzelnen Bereichen "übergreifende Interessen" gebe, die "gemeinsam gemacht werden können", so die Ministerin.

Zuvor hatte die Gesundheitsministerin noch eine Zusammenlegung der Gebietskrankenkassen als langfristiges Ziel angegeben. Gleichzeitig räumte sie ein, dass sie sich bewusst sei, mit diesem Thema ein "extrem heißes Eisen" anzufassen. (apa/red)