Wann wird's mal wieder richtig Sommer? Juni und Juli sollen wieder kalt und nass werden

Meteorologen-Prognose Enttäuschung für Sonnenfans Nur August dürfte mit wenig Regen sommerlicher sein<br>KLICKEN: Gleich nachschauen - so wird das Wetter!

Die Langzeitprognose der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik hört sich wie eine Hiobsbotschaft an: Der Sommer dürfte nicht wirklich schön werden. Der Juni wird demnach temperaturmäßig unterdurchschnittlich und zu feucht und der Juli von der Wärme her durchschnittlich und soll mehr Regen bringen. Einzig der August dürfte mit höheren Celsius-Werten und weniger Niederschlägen aufwarten. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Prognose zutrifft, liegt laut ZAMG allerdings nur bei 50 Prozent.

Die kommenden Tage bleiben kühl. Ob Nordströmung, Kaltluftstreifen aus Nordwesten oder Höhentief über dem Mittelmeer, das dann wieder von einer Nordströmung abgelöst wird - es bleibt einfach grauslich, trotz der Tatsache, dass am 1. Juni der meteorologische Sommer beginnt. Generell sind der Osten und die Alpennordseite benachteiligt, sie bekommen jede Menge Wolken und Regen ab - oberhalb von 1.100 bis 1.600 Metern sogar Schnee.

Erst ab Mittwoch nächster Woche hören die Niederschläge auf und durch die Bewölkung wird ab und zu die Sonne hervor lugen. Dann können die Temperaturen auch wieder bis zu 20 Grad erreichen.

Mai-Wetter über Durchschnitt
Trotz des Kälteeinbruchs in den vergangenen Tagen werden die Mai-Monatsmittel vom Bodensee bis in das westliche Mostviertel, strichweise ebenfalls im Süden und Südosten Österreichs, um 0,5 bis 1,5 Grad Celsius über dem Durchschnitt liegen. Auch sonst werden zumindest normale Mittel erreicht. Damit war dieser Mai etwas kühler als im Vorjahr, aber wärmer als 2004. Anders als im Vorjahr wurde die 30 Grad-Marke nicht erreicht. Der höchste Wert, gemessen am 22. Mai in Salzburg-Freisaal, war 29,3 Grad. St. Michael (Lungau) verzeichnete am 7. Mai mit minus 2,4 Grad den absoluten Tiefstwert.

Die letzten Maitage brachten besonders im Westen Österreichs ungewöhnlich tiefe Temperaturen. So wurde in den vergangenen Jahrzehnten die gestrige Höchsttemperatur von Bregenz (9,2 Grad) nur am 30. Mai 1986 mit 7,8 Grad unterboten.

Niederschläge durchschnittlich
Im Mai entsprechen die Monatssummen der Niederschläge in überraschend großen Teilen Österreichs etwa dem Normalwert. Nur in Vorarlberg, im äußersten Nordwesten und Nordosten Österreichs sowie im Süden Salzburgs, im oberen steirischen Murtal und im Norden Kärntens fielen bereits 125 bis knapp 200 Prozent der normalen Mengen.

Schneefälle unter 1.000 Meter Seehöhe und örtliche Schneedecken bis knapp oberhalb 1.000 m sind Ende Mai nicht die Regel, kommen aber von Zeit zu Zeit vor, so die ZAMG. Eine gut vergleichbare Situation bot der Mai 1986. In Vorarlberg und Tirol lag damals Ende Mai Schnee örtlich bis unter 1.000 Meter.

Die Sonne schaffte ihr Plansoll nicht in allen Landeshauptstädten. Innsbruck mit 108 Prozent des Normalwertes (205 statt 190 Stunden) liegt an erster Stelle, die relativ wenigsten Sonnenstunden wurden mit 91 Prozent (213 statt normal 235 Stunden) bis jetzt in St. Pölten registriert. Die absolut meisten Strahlen (224) konnten bisher die Wiener und Klagenfurter genießen, nur 182 Stunden schien die Sonne bis Mittwoch früh in Salzburg.
(apa)