Waldbrand versetzt Saint Tropez in Angst: 4.000 Menschen aus ihren Häusern evakuiert

Großfeuer gefährlich nahe an Nobel-Urlaubsort Feuerwehr hat Brand inzwischen wieder "stabilisiert"

In der Nähe des südfranzösischen Prominenten-Badeortes Saint-Tropez hat ein Großfeuer Villenbewohner in Schrecken versetzt. Wie die Behörden mitteilten, brach zwischen dem Dorf Ramatuelle und Cap Camarat ein Brand aus, der durch starken Wind aus südwestlicher Richtung binnen kürzester Zeit 30 Hektar Pinienwald zerstörte.

Fast 4000 Menschen wurden aus der Gegend an der Cote d'Azur evakuiert. Viele Familien flohen überstürzt aus den Ferienhäusern an den Strand. Später wurden sie in einem nahen Kulturzentrum untergebracht.

Noch am selben Abend durften die meisten Betroffenen wieder in ihre Häuser zurück. Das Feuer war nach Angaben der Feuerwehr "stabilisiert". Zuvor waren mehrere Villen in der Gegend von den Flammen bedroht. Unter anderem haben dort der ehemalige französische Fußballstar Marcel Desailly und Automobil-Erbe Pierre Citroen stattliche Anwesen. Die Feuerwehr setzte sieben Löschflugzeuge, zwei Hubschrauber und 300 Mann am Boden ein, um der Flammen Herr zu werden.

Lage in Galicien normalisiert sich
Nach fast zweiwöchigen heftigen Waldbränden hat sich die Lage im nordspanischen Galicien weitgehend normalisiert. Nur noch vier Feuer sind außer Kontrolle, von ihnen ging nach Angaben eines Sprechers der Regionalregierung jedoch keine Gefahr mehr aus.

Weitere 24 Flammenherde seien weitgehend eingedämmt oder so gut wie gelöscht, sagte der Sprecher. Die Brandbekämpfer rechneten damit, dass ihnen der abflauende Wind und der erwartete Regen zusätzlich helfen würden.

Bei den seit 13 Tagen wütenden Bränden in Spanien wurden nach Schätzungen der Behörden zehntausende Hektar Wald und Buschland vernichtet, fünf Menschen kamen in den Flammen ums Leben. Die Behörden vermuten, dass ein Großteil der Brände mutwillig gelegt wurde. Bisher wurden 27 mutmaßliche Brandstifter festgenommen.

(apa/red)