Waldbrand auf Chalkidike: 100 Österreicher
bereits auf dem Weg aus der Krisenregion

Trotz Feuer: 400 neue rotweißrote Urlauber erwartet Panik: Deutscher springt ins Meer und ertrinkt

Waldbrand auf Chalkidike: 100 Österreicher
bereits auf dem Weg aus der Krisenregion

Ein Waldbrand auf der Halbinsel Chalkidike hat die griechische Urlaubsregion in einen Ausnahmezustand versetzt. Das Feuer zerstörte rund 100 Ferienhäuser, einen Supermarkt und ein Hotel. Ein deutscher Urlauber sprang in Panik ins Meer und ertrank, eine Österreicherin wurde verletzt. 250 Einsatzkräfte mit Löschflugzeugen und Hubschraubern brachten die Flammen unter Kontrolle. Knapp 100 Österreicher, die von dem Brand betroffen waren, werden verfrüht von Saloniki nach Österreich fliegen.

"Durch die Wetterbedingungen hat sich die Luft nämlich verschlechtert", erklärte ein Sprecher des Außenministeriums im APA-Gespräch. "Über dem Hotel ging ein Aschenregen nieder." Der Reiseveranstalter TUI brachte die österreichischen Urlauber mit Bussen nach Saloniki, wo sie zwei Nächte verbringen sollen. Zwei Maschinen mit österreichischen Heimkehrern werden am Donnerstag in Wien erwartet, je eine weitere in Linz und Graz, so der Reiseveranstalter. Einige Österreicher waren schon zuvor auf dem Seeweg nach Marmaras gebracht worden.

Eine mit einem Deutschen verheiratete Österreicherin, die aber nicht mit der TUI-Reisegruppe unterwegs war, wurde bei dem Feuer verletzt. Die Frau war nach Angaben des Außenministeriums mit ihrem Mann mit einem Auto vor den Flammen geflüchtet. Bei einem Unfall zog sie sich Verbrennungen ersten und zweiten Grades zu. Sie wurde in ein Spital gebracht und soll heimtransportiert werden.

Das Feuer brach nach Angaben der Polizei nach einigen Blitzeinschlägen aus. Es gab aber auch Hinweise auf Brandstiftung. In den Feriensiedlungen Polychrono, Hanioti, Kriopigi und Pefkochori auf der Landzunge Kassandra wurden Hotels, Campingplätze und Wohnhäuser evakuiert. Die griechischen Behörden riefen in der Krisenregion den Notstand aus.

Am Donnerstag sollen rund 400 neue Urlauber auf der griechischen Halbinsel eintreffen. Bisher habe es von diesen Touristen kaum Anfragen und keine Absagen gegeben, so TUI.

(apa/red)