Wahre Seelentröster! Schokolade, Eis & Co: Wie Gefühle unser Essverhalten beeinflussen

Wer mehr Stress hat, greift öfter zu Schoko und Co. Süßigkeiten sorgen dafür, dass wir uns besser fühlen

Was hilft bei Liebeskummer, wenn nicht Schokolade oder eine Riesenportion Eiscreme? Scheint auf den ersten Blick wie ein abgedroschenes Klischee, macht aber tatsächlich Sinn! Was wir schon lange wussten, haben jetzt Wissenschafter bestätigt: Was wir essen, hat Einfluss darauf, wie wir uns fühlen - und umgekehrt.

Wahre Seelentröster! Schokolade, Eis & Co: Wie Gefühle unser Essverhalten beeinflussen

Unsere Gefühle lenken unser Essverhalten. So können Stress und negative Gefühle dazu führen, dass wir mehr essen. Das hat aber schon seinen Sinn und Zweck. Denn auf der anderen Seite wirkt sich Essen positiv auf unsere Emotionen aus, erklärt der Psychologe Michael Macht von der Uni Würzburg.

Seelentröster Schokolade
In einem Experiment wurde Erwachsenen eine traurige Filmsequenz vorgeführt, danach wurden sie mit Schokolade "getröstet": Es zeigte sich eine deutliche Stimmungs-verbesserung gegenüber Teilnehmern, die nur ein Glas Wasser erhalten hatten.

Essen statt Lernen
Eine Studie zeigte, dass Studenten in den Tagen vor einer Prüfung mehr essen, um sich abzulenken. Eine andere Untersuchung ergab, dass das emotionale Essverhalten bei Ärger Bulimie-Kranken und von der Bindge-Eating-Störung Betroffenen (Fressanfälle ohne nachträgliches Erbrechen) noch stärker ausgeprägt ist als bei gesunden Menschen oder solchen mit Anorexie.

Wirkung des Essens
All das lässt sich recht leicht erklären: Die Zufuhr bestimmter Nährstoffe bedingt physiologische Veränderungen. So führt z.B. kohlenhydrat- bzw. fettreiche Nahrung zu Veränderungen im Gehirn, worauf sich der emotionale Zustand verbessert. Die Wirkung setzt allerdings erst verzögert ein, wie Macht zu bedenken gibt. (apa/red)