"Wahre Bedrohung" für Koalitionstruppen: USA haben im Irak 18.000 Gefangene

1.000 im Zuge von Sicherheitsoffensive verhaftet

Die USA haben im Zuge ihres verstärkten Einsatzes in Bagdad im vergangenen Monat 1.000 Iraker festgenommen. Damit erhöhe sich die Gesamtzahl der Menschen, die sich im Irak in US-Gewahrsam befinden, auf 18.000, wie die "Washington Post" unter Berufung auf die für die Gefangenen zuständige US-Militärpolizei berichtete. Sie zitierte deren Sprecher Phillip Valenti mit den Worten, es handle sich um Zivilisten mit verschiedenen politischen, religiösen und ethnischen Hintergründen. Etwa 250 Gefangene stammten nicht aus dem Irak, sondern Drittländern.

Alle würden auf der Basis von geheimdienstlichen Erkenntnissen und Verhören "als wahre Bedrohung" für die Koalitionstruppen, die irakischen Sicherheitskräfte und für die Stabilität im Irak eingestuft, sagte Valenti. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in den beiden von den USA betriebenen Gefangenenlagern im Irak liege bei einem Jahr, aber 8.000 Menschen seien länger festgehalten worden, davon 1.300 zwei Jahre. (apa/red)