Wahlkampf kommt jetzt langsam in Gang! Rot-Schwarzer Schlagabtausch um Blau

Missethon behauptet: SPÖ plant Koalition mit FPÖ Bures und Vilimsky dementieren diese ÖVP-Vorwürfe

Wahlkampf kommt jetzt langsam in Gang! Rot-Schwarzer Schlagabtausch um Blau © Bild: APA/Eggenberger

Der Wahlkampf kommt langsam in Schwung, zuketzt haben sich Rot und Schwarz einen Schlagabtausch um die Blauen geliefert. ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon warf der SPÖ vor, eine Koalition mit der FPÖ zu planen. "Mittlerweile traue ich (SPÖ-Vorsitzendem Werner, Anm.) Faymann alles zu", sagte Missethon in einer Aussendung. Sowohl SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures als auch FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky wiesen dies zurück.

"Faymann mimt vordergründig den beherzten Kämpfer gegen Rot-Blau, während im Hintergrund völlig ungeniert von roten und blauen Politikern an der 'Achse der Populisten' weiter gedreht wird. Faymann wird rot-blau forcieren, wenn es sich einerseits ausgeht und es ihm andererseits persönlich nützen würde. Das hat er mit seinem außenpolitischen Schwenk und mit der Demontage des Bundeskanzlers bewiesen", sagte Missethon. Bestätigt sieht er sich dabei durch Aussagen des SPÖ-Gewerkschafters Josef Muchitsch, der für die SPÖ keine Partei ausgeschlossen hatte, sowie des zuletzt aus der FPÖ ausgeschlossenen Karlheinz Klement, der seinen Ausschluss als mögliche Vorleistung für rot-blau bezeichnet hatte.

Bures und Vilimsky dementieren
Bures bekräftigt hingegen: "Es wird keine Koalition mit der europafeindlichen und radikalen Strache-FPÖ geben." Unklar sei hingegen die Haltung der ÖVP in dieser Frage. Bures forderte im Gegenzug die ÖVP auf, zu sagen wie sie es mit der FPÖ halte.

Amüsiert zeigte Vilimsky über die Aussagen Missethons. Die FPÖ werde jedenfalls einem "aalglatt Teflonpolitiker" wie Faymann, der für Neoliberalismus und für das breite Öffnen der Gemeindebauten für Zuwanderer stehe, niemals ihre Unterstützung geben. Eine Koalition komme weder mit einem "Brüssel-hörigen Eurokraten wie Molterer noch mit einem links-neoliberalistischen Zuzugspolitiker wie Faymann" in Frage, sagte der FPÖ-Generalsekretär.

(apa/red)