Wahlerster SPÖ stellt klare Forderung:
"Faymann soll Bundeskanzler werden"

Doris Bures: Erster Ansprechpartner bleibt die ÖVP Absage an FPÖ und BZÖ bleibt weiterhin aufrecht

Wahlerster SPÖ stellt klare Forderung:
"Faymann soll Bundeskanzler werden"
© Bild: APA/Fohringer

Die SPÖ stellt nach dem sich abzeichnenden Wahlsieg den Kanzleranspruch. Bundesgeschäftsführerin Doris Bures sagte in einer Stellungnahme nach Veröffentlichung der ersten Hochrechnungen: "Werner Faymann soll Bundeskanzler werden." Ansprechpartner für die SPÖ sei die ÖVP. Die Absage an FPÖ und BZÖ sei weiterhin aufrecht.

Wenn das Ergebnis so bleibe, und nach der Wahl das gelte, was vor der Wahl gesagt wurde, nämlich keine Koalition mit FPÖ und BZÖ, liegen Gespräche mit der ÖVP auf der Hand.

Problemlösungen auf parlamentarischer Ebene mit FPÖ und BZÖ seien möglich, eine gemeinsame Regierung sei aber etwas anderes. Die Repräsentanten dieser beiden Rechtsparteien seien nicht regierungsfähig, so Bures. Es gebe viele gute Gründe, mit FPÖ und BZÖ in einer Regierung nicht zusammen zu arbeiten. Einer davon sei, dass die beiden Parteichefs Heinz-Christian Strache und Jörg Haider zerstritten seien wie sonst keiner.

ÖVP-Reaktion abwarten
Das Ziel sei es nun nach der Wahl, eine stabile und arbeitsfähige Regierung zu bilden. Man müsse aber noch die Reaktion der ÖVP, die abgestraft worden sei, abwarten, so Bures. Die Beauftragung zur Regierungsbildung erfolge durch den Bundespräsidenten. Es sei jedenfalls Usus, dass die stärkste Partei den Auftrag bekommen.

Die ÖVP sei jedenfalls für den Streit und für die Blockade in der Regierung abgestraft worden. Dass die SPÖ geringer verloren hat, erklärte Bures mit dem Wunsch der SPÖ nach einem neuen Stil in der Politik. Mit Spitzenkandidaten Werner Faymann und den von der SPÖ gesetzten Themen habe man die Aufholjagd geschafft. Es sei gelungen "ein wenig Vertrauen zurückzugewinnen". (apa/red)