Wahlen in Ecuador: Amtierender Präsident präsentiert sein politisches Lager als Sieger

Hochrechnungen geben Correa angeblich 80 Sitze Jetzt soll "korruptes" Parlament aufgelöst werden

Der linksgerichtete ecuadorianische Präsident Rafael Correa hat sich nach der Wahl einer verfassunggebenden Versammlung als Sieger präsentiert. Wenn die Hochrechnungen stimmten, habe sein Lager 80 Sitze in der Versammlung erhalten, sagte Correa. Um die Mehrheit in der verfassunggebenden Versammlung zu stellen, benötigen Correas Anhänger mindestens 66 der 130 Sitze.

Correa erwartet von der verfassunggebenden Versammlung, dass sie das von ihm als "korrupt" bezeichnete Parlament auflöst. Mit dem offiziellen Ergebnis der Abstimmung ist laut dem Obersten Wahlgericht nicht vor dem 22. Oktober zu rechnen.

Die verfassunggebende Versammlung soll am 31. Oktober ihre Arbeit aufnehmen. Sie hat ein halbes Jahr Zeit, eine neue Verfassung auszuarbeiten, über die dann in einem Referendum abgestimmt werden soll. Zur Wahl für das Gremium standen mehr als 3200 Kandidaten aus fast 500 Parteien und Gruppierungen. Im April hatten sich die Bürger Ecuadors in einem Referendum mit deutlicher Mehrheit für die Wahl einer Verfassunggebenden Versammlung ausgesprochen.

(apa/red)